Pressekonferenz Wahl-O-Mat

In der Diskussion: das Fremd- und Selbstbild der 68er

Götz Aly und Harald Welzer diskutieren am Mittwoch über das Buch "Unser Kampf. 1968", am Donnerstag steht bei Oskar Negt und Heinrich Oberreuter das theoretische Selbstverständnis zur Debatte.

11.3.2008
Götz Aly und Harald Welzer diskutieren am Mittwoch über das Buch "Unser Kampf. 1968", am Donnerstag steht bei Oskar Negt und Heinrich Oberreuter das theoretische Selbstverständnis zur Debatte.

40 Jahre nach 1968 fordert eine Reihe neuer Bücher zur Auseinandersetzung mit den Ereignissen der Studentenbewegung auf. Zu den gegenwärtig stark diskutierten Neuerscheinungen gehört Götz Alys Buch "Unser Kampf. 1968 – ein irritierter Blick zurück". Darin stellt der Historiker und Zeitzeuge den Aufbruch der '68er in eine Linie mit der nationalsozialistischen studentischen Bewegung um 1933 – beide kennzeichne, so Aly, ihr Rigorismus und ihre totalitäre Struktur.

Zur kontroversen Debatte dieser These lädt die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb am 12. März 2008 um 19 Uhr ins Amerika Haus in der Hardenbergstraße 22-24 in Berlin ein. Im Anschluss an die Lesung von Götz Aly aus "Unser Kampf" wird der Sozialpsychologe und Erinnerungsforscher Harald Welzer die zentralen Punkte mit Aly diskutieren: Ist der Vergleich ´33/´68 zulässig, und trägt er zum Verständnis der Studentenbewegung bei? Oder verstellt die provokative These des Historikers den Blick auf wesentliche Aspekte der '68er- Bewegung(en)?

"Unser Kampf. 1968 – ein irritierter Blick zurück" ist ab Ende April 2008 in einer Lizenzausgabe der bpb erhältlich.

Termin


12.03.2008, 19:00

Die theoretische Fundierung der Studentenbewegung steht einen Tag später, am 13. März 2008 um 19.30 Uhr, unter der Überschrift "Am Ende nur Praxis? – Das theoretische Selbstverständnis der ´68er" zur Debatte. Zu den zentralen Bezugspunkten der Revoltierenden zählten die philosophischen Arbeiten von Marcuse, Adorno, Fanon und Habermas. Vergleichbare Bedeutung kam den neu entdeckten marxistischen Schriften zu. Waren die '68er lediglich passive Rezipienten dieser Theorien, oder haben sie aktiv eine eigene Theorie geschaffen? Es diskutieren der Sozialphilosoph und Theoretiker der '68er Oskar Negt und der Politikwissenschaftler und Zeitzeuge Heinrich Oberreuter.

Moderation: taz-Redakteur Stefan Reinecke.

Termin


13.03.2008, 19:30

Ort


Amerika Haus Berlin
Hardenbergstraße 22-24
10623 Berlin

Weitere Termine und Veranstaltungen unter »www.bpb.de/1968«.

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist kostenfrei.

Die Ausstellung "´68 – Brennpunkt Berlin" ist vom 31. Januar bis 31. Mai 2008 im Amerika Haus Berlin, Hardenbergstraße 22-24, 10623 Berlin zu sehen. Täglich geöffnet von 10.00 bis 20.00 Uhr. Führungen für Schülergruppen sind auf Anfrage möglich. Kostenfreie Fotomotive zur Ausstellung können bei der Pressestelle der bpb angefordert werden: presse@bpb.de.

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