Humanismus als Leitkultur
Buchvorstellung am 8. März 2006 in Berlin
3.3.2006
Der Philosoph und Kulturpolitiker Julian Nida-Rümelin veröffentlicht im März sein neues Buch "Humanismus als Leitkultur". Zur Buchvorstellung diskutiert er mit Bundestagspräsident Norbert Lammert seine These, dass ein erneuerter Humanismus die angemessene Grundlage für eine europäisch verstandene Leitkultur sei.
Bundestagspräsident Dr. Norbert Lammert und Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin diskutieren auf Einladung der Bundeszentrale für politische Bildung und des Verlags C.H. Beck.
Der Philosoph und Kulturpolitiker Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin veröffentlicht im März sein neues Buch "Humanismus als Leitkultur" beim Verlag C.H. Beck. Darin fordert er eine umfassende Erneuerung der humanistischen Substanz von Bildung und Kultur. Nach seiner Auffassung stellt ein erneuerter Humanismus die angemessene Grundlage für eine europäisch verstandene Leitkultur dar.
Die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb und der Verlag C.H. Beck laden zur Buchvorstellung ein.
Termin
8. März 2006, 18.00 Uhr
Ort
Deutsches Historisches Museum Berlin
Zeughauskino unter den Linden 2
10117 Berlin
Eintritt frei
Begrüßung: Thomas Krüger, Präsident der bpb und Dr. Claudia Althaus, Verlag C.H. Beck
Einführung: Dr. Norbert Lammert, Präsident des Deutschen Bundestages
Das anschließende Gespräch mit Dr. Norbert Lammert und Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin, Staatsminister a.D., moderiert Thomas Krüger.
Informationen zum Buch
Viele Jahrzehnte lang definierte sich Deutschland über seine Leistungen in Bildung und Kultur. Nicht zuletzt die PISA-Studie hat jedoch gezeigt, dass dieses gesellschaftliche Fundament erodiert ist. In "Humanismus als Leitkultur" werden Ursachen und Folgen dieser einschneidenden Veränderungen analysiert und Wege zu einem erneuerten Humanismus in Bildung, Kunst und Kultur aufgezeigt.
Julian Nida-Rümelin plädiert für eine Erneuerung kultur- und bildungspolitischer Ideale. Er erinnert an die Tatsache, dass der große Erfolg der Humboldtschen Reformen an den deutschen Universitäten sowie weltweit gerade darin bestand, dass die vom Mittelalter überkommene Ausbildungsorientierung durch Bildungsorientierung ersetzt wurde.
Er warnt vor einer allzu kurzsichtigen Bildungspolitik, die bloß auf die Verwertbarkeit des Wissens setzt, statt freie Persönlichkeit, Urteilskraft und Entscheidungsstärke zu fördern. Aber auch die staatliche Kulturförderung – jahrzehntelang ein Vorzeigeschild der deutschen Gesellschaft – ist auf dem Rückzug. Bildung und Kultur sind jedoch die wichtigsten Standbeine einer auch wirtschaftlich erfolgreichen modernen, liberalen Gesellschaft. Julian Nida-Rümelin fordert eine umfassende Erneuerung der humanistischen Substanz von Bildung und Kultur.
Rezensionsexemplare sind über die Pressestelle des Verlags C.H. Beck zu beziehen.
E-Mail: presse@beck.de
weitere Inhalte:
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