Pressekonferenz Wahl-O-Mat

6.5.2005

60 Jahre Kriegsende: bpb erinnert mit Dossiers, Veranstaltungen und Publikationen an den 8. Mai 1945

Chroniken, Konzerte und Zeitzeugenberichte zum Tag der Befreiung

In diesen Tagen jährt sich das Kriegsende in Europa zum 60. Mal. Dem sechs Jahre langen Krieg waren 60 Millionen Menschen zum Opfer gefallen. Die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb erinnert mit Dossiers, Veranstaltungen und Publikationen an den 8. Mai 1945.

In diesen Tagen jährt sich das Kriegsende in Europa zum 60. Mal. Dem sechs Jahre langen Krieg waren 60 Millionen Menschen zum Opfer gefallen. Die alliierten Streitkräfte befreiten Deutschland von der verbrecherischen Gewaltherrschaft des nationalsozialistischen Regimes und setzten dem Massenmord an den europäischen Juden ein Ende. Die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb erinnert mit Dossiers, Veranstaltungen und Publikationen an den 8. Mai 1945.

Hier eine Auswahl, das vollständige Angebot und die Dossiers finden Sie im Internet unter: www.bpb.de

Online-Dossiers

"60 Jahre Kriegsende" heißt das Online-Dossier, das einen allgemeinen Überblick über die Zeit der nationalsozialistischen Diktatur und das Ende des zweiten Weltkriegs gibt. Die Gründungen der BRD und der DDR werden ebenso dargestellt wie die deutsche Erinnerungspolitik und -kultur nach 1945. Zeitzeugeninterviews zum "Bombenkrieg" aus dem bpb-Schülerwettbewerb ProjektWerkstatt 2004 ergänzen das Dossier.
www.bpb.de/nationalsozialismus

"Deutsche Geschichten" ist ein neues Internet- und DVD-Projekt. Anhand von Texten, Bildern, Grafiken, Audiofiles und Filmen können sich die Nutzer auf eine Zeitreise begeben und die unterschiedlichen historischen Epochen deutscher Geschichte von 1890 bis 2001 erleben. Zeitzeugeninterviews, Alltagsgeschichten und Privatdokumente stehen im Zentrum des Projekts und bilden so Geschichte aus ganz individuellen Perspektiven ab. Den historischen Hintergrund bieten Fakten und Staatsdokumente. Über 290 Minuten Audio- und Videoinhalte, davon mehr als 180 Minuten Videofilm zu historischen Schlaglichtern, wurden eigens für Vol. 1 produziert und aufbereitet. deutschegeschichten.de ist schon zu seinem Start das umfangreichste frei verfügbare multimediale Angebot zur deutschen Geschichte im Internet.
Kooperationspartner: cine plus
Weitere Informationen unter: www.deutschegeschichten.de oder www.deutsche-geschichten.tv

Rund 132.000 Menschen, die meisten von ihnen Frauen, waren im Konzentrationslager Ravensbrück inhaftiert, darunter Jüdinnen, Sinti und Roma, aber auch solche, die unter dem NS-Terrorregime als "asozial" und "arbeitsscheu" galten. Im Mittelpunkt des Online-Zeitzeugenprojekts "Ravensbrück – Überlebende erzählen" steht ein multimedialer "Erinnerungsraum", in dem man sich in Bild und Ton durch die verschiedenen Schauplätze des Konzentrationslagers einst und jetzt bewegt, begleitet von Stimmen der Überlebenden, die von ihren Erlebnissen berichten.
www.bpb.de/ravensbrueck

Bereits während des Zweiten Weltkriegs diskutierten Architekten über den Wiederaufbau der zerstörten deutschen Städte und sahen darin auch Chancen für städtebauliche Ideen und Reformen. Das Online-Spezial "60 Jahre Kriegsende – Wiederaufbaupläne der Städte" stellt unter anderem Bilder der zerbombten Städte Plänen für den Wiederaufbau gegenüber. Außerdem auf der Seite: Statements von renommierten Architekten und Leitlinien des Städtebaus in der DDR, Westdeutschland und Berlin.
www.bpb.de/wiederaufbau


Veranstaltungen
Einen Überblick über aktuelle Veranstaltungen der bpb finden Sie unter: www.bpb.de/veranstaltungen


Gemeinsam mit dem Senat von Berlin, Parteien, Kirchen, Sozialpartnern und anderen gesellschaftlichen Gruppen beteiligt sich die bpb an der Veranstaltung "Ein Tag für die Demokratie" am 7. und 8. Mai in Berlin. Eine zentrale Gedenkveranstaltung am Brandenburger Tor und die Rede des Bundespräsidenten stehen im Mittelpunkt der zweitägigen Veranstaltung mit Konzerten und Lesungen.
Weitere Informationen unter: www.tagfuerdemokratie.de

Vom 21. bis zum 25. Juni lädt die bpb junge Journalisten und Künstler zum Mittel-Ost-Europa-Forum Erinnerungskultur nach Berlin ein. Das Thema: " 'Berslau' oder wohin mit dem Zentrum gegen Vertreibungen?" Dabei geht es unter anderem um den Sinn eines solchen Zentrums, das mahnende Dokumentations- und Erinnerungsstätte der Vertreibungen im Europa des 20. Jahrhunderts sein will. Diskutiert wird aber auch die Wahl des Standortes – Berlin oder Breslau? Oder vielleicht ein virtueller Ort namens Berslau?

Im Rahmen der Musikfestspiele Saar wird das "Requiem" von Giuseppe Verdi am 8. Juli in der Kathedrale von Verdun aufgeführt. Mit dem Konzert soll dem 60. Jahrestag des Kriegsendes, der Befreiung der Konzentrationslager und dem Abwurf der Atombombe auf Hiroshima, am 6. August 1945, gedacht werden. Dirigiert wird das "Requiem" von Marcello Viotti, dem Chefdirigenten des Gran Teatro La Fenice in Venedig. Die Veranstaltung ist eine Kooperation der bpb mit den Musikfestspielen Saar und der saarländischen Landeszentrale für politische Bildung.

Publikationen
Die bpb hält zudem zahlreiche Publikationen zum Thema bereit. Das vollständige Angebot finden Sie unter: www.bpb.de/publikationen

In der Reihe "Aus Politik und Zeitgeschichte" erscheint die Ausgabe 60 Jahre Kriegsende. An den Beispielen Österreich, der DDR und der Bundesrepublik werden unter anderem die "Mythen des Anfangs", also der Zeit nach 1945 beschrieben. Weitere Themen: die Deutschlandplanung der Sieger, Kriegskinder in Europa und der Luftkrieg in Deutschland und Großbritannien. "Aus Politik und Zeitgeschichte", Bestellnummer: 7518, kostenlos

Die Deutschland-Chronik 1945–2000 bietet einen umfassenden Überblick der deutschen Zeitgeschichte. Wichtige Stationen sind die bedingungslose Kapitulation und die Gründungen der beiden deutschen Staaten. Einen besonderen Schwerpunkt bildet die Wiedervereinigung und die damit verbundenen Ereignisse um 1989. Schriftenreihe, Bestellnummer: 1366, Bereitstellungspauschale: 2,00 Euro

"Mein verwundetes Herz" erzählt die Geschichte von Lilli Jahn, die 1944 in Auschwitz gestorben ist. Ihr Sohn Gerhard Jahn hat die Briefe an und von seiner Mutter aufbewahrt, die im Jahr vor ihrem Tod im Konzentrationslager geschrieben wurden. Ihr Enkel, Martin Doerry, hat die erschütternden Dokumente aufbereitet und zusammengestellt. Schriftenreihe, Bestellnummer: 1470, Bereitstellungspauschale: 2,00 Euro

In der Publikation "Die Flucht" haben die Spiegel-Redakteure Stefan Aust und Stephan Burgdorff gemeinsam mit namhaften Historikern authentische Zeugnisse und seltenes Bildmaterial zum Thema Flucht und Vertreibung gesammelt. Im letzten Kapitel gehen die beiden Autoren auf die Eingliederung der deutschen Flüchtlinge in die beiden deutschen Staaten ein. Schriftenreihe, Bestellnummer: 1432, Bereitstellungspauschale: 2,00 Euro

Als Einzelpublikation sind zudem die Tagebücher von "Victor Klemperer" bei der bpb erschienen. Der zwangsemeritierte jüdische Professor hat darin unter anderem den alltäglichen Terror und die ständig neuen Verbote während des Nationalsozialismus detailliert beschrieben. Einzelpublikation, Bestellnummer: 2165, Bereitstellungspauschale: 6,00 Euro

Die Schrecken des NS-Terrorregimes sind außerdem Thema in zahlreichen Filmen. Zu ausgewählten Produktionen hat die bpb Filmhefte herausgegeben. Hier nur zwei Beispiele: Weitere Informationen unter www.bpb.de/filmhefte

"Der neunte Tag": Das Heft enthält neben einem Interview mit dem Regisseur Volker Schlöndorff umfangreiche Informationen zum Film, der mit dem Prädikat "besonders wertvoll" ausgezeichnet wurde. Filmheft, Bestellnummer: 8183, kostenlos

Ein weiteres Heft ist zur Produktion "Sophie Scholl – die letzten Tage" erschienen. Der Film ist ein einfühlsames Porträt der Widerstandskämpferin, in dem die Frage nach dem politischen Engagement und der Zivilcourage jedes Einzelnen an beeindruckender Aktualität gewinnt. Filmheft, Bestellnummer: 8179, kostenlos

In Kürze finden Sie außerdem unter www.bpb.de/sophiescholl ein Online-Dossier mit zahlreichen Originalmaterialien zum Thema Weiße Rose, Zivilcourage und Widerstand.

Pressekontakt/bpb

Bundeszentrale für politische Bildung
Swantje Schütz
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Adenauerallee 86
53113 Bonn
Tel.: +49 228 99515-284
Fax: +49 228 99515-293
E-Mail: schuetz@bpb.de


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