Pressekonferenz Wahl-O-Mat

4.5.2005

Weltkrieg und NS-Zeit in der Erinnerung – Jugendliche fragen nach

"8. Mai 1945 – erinnern heute": bpb und Uni Münster stellen neues Projekt vor zur Erforschung von Geschichtsbewusstsein vor Ort

Wie erinnern sich Zeitzeuginnen und Zeitzeugen sowie nachgeborene Generationen an die Zeit des Nationalsozialismus und den Weltkrieg in Deutschland? Diesen Fragen gehen jetzt Jugendliche im Projekt "8. Mai 1945 – erinnern heute" nach, die in der Rolle von Zeitgeschichtsforschern das Geschichtsbewusstsein der Bürgerinnen und Bürger erkunden.

Mit einer Flut von Bildern und Berichten wird rund um den 60. Jahrestag an das Ende des Zweiten Weltkrieges erinnert. Doch was hält die Bevölkerung von dieser Berichterstattung in den Medien? Wie erinnern sich Zeitzeuginnen und Zeitzeugen sowie nachgeborene Generationen an die Zeit des Nationalsozialismus und den Weltkrieg in Deutschland? Diesen Fragen gehen jetzt Jugendliche nach, wenn sie im Projekt "8. Mai 1945 – erinnern heute" in der Rolle von Zeitgeschichtsforschern das Geschichtsbewusstsein der Bürgerinnen und Bürger vor Ort erkunden.

Die Bundeszentrale für politische Bildung und das Institut für Erziehungswissenschaft der Uni Münster unter der Leitung von Prof. Dr. Wolfgang Sander haben dieses Konzept für einen modernen, handlungsorientierten Geschichtsunterricht entwickelt. Mit Hilfe der in der pädagogischen Praxis bewährten Umfrage-Software GrafStat können Jugendliche in Schule (Klassen 10 bis 13) und Jugendbildung eine lokale Bürgerbefragung durchführen, um so einen gewichtigen Beitrag zur Gedenkkultur vor Ort zu leisten. Dieses Thema steht vor allem vor dem Hintergrund des Abschieds von den Zeitzeugen der NS-Zeit aktuell im Mittelpunkt der öffentlichen und wissenschaftlichen Diskussion.

Mit der Erstellung einer lokalen Studie wird Geschichte und der Umgang mit Geschichte "vor Ort" für die Schülerinnen und Schüler erfahrbar gemacht. So wird ein Zusammenhang mit ihrer Lebens- und Erfahrungswelt hergestellt. Gleichzeitig wird durch den Einsatz des Computers als Werkzeug in der historisch-politischen Bildung ein wichtiges Element der heutigen Medienwelt sinnvoll in den Unterricht eingebunden. Das Projekt orientiert sich am Konzept "Öffnung von Schule" und bemüht sich um eine verstärkte Integration handlungs- und produktorientierter Elemente in den Schulalltag. Die im Projekt erstellten Produkte (z.B. die Ergebnisse der Befragung) werden einer interessierten Öffentlichkeit präsentiert. Die Verantwortlichen erhoffen sich dadurch, das Interesse der Jugendlichen an historisch-politischen Sach- und Streitfragen nachhaltig zu verstärken.

Die Unterrichtsreihe ist modular aufgebaut. Sie kann ergänzend zum herkömmlichen Unterricht eingesetzt werden. Ab sofort stehen die benötigten Materialien im Internetangebot der Bundeszentrale für politische Bildung zur Verfügung. Mit der kostenlosen und ständig weiter entwickelten Software GrafStat können bereits seit fast 20 Jahren professionelle und qualitativ hochwertige Umfragen in der politischen Bildung durchgeführt werden. Sie unterstützt die Entwicklung und Gestaltung von Fragebögen, hilft die Daten zu strukturieren und auszuwerten und bietet ein breites Spektrum von Möglichkeiten für die grafische Darstellung der Ergebnisse – auch im Internet.

Weitere Informationen finden Sie unter
www.bpb.de/grafstat/weltkrieg

Pressekontakt/bpb

Bundeszentrale für politische Bildung
Swantje Schütz
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Adenauerallee 86
53113 Bonn
Tel.: +49 228 99515-284
Fax: +49 228 99515-293
E-Mail: schuetz@bpb.de


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