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Aus Politik und Zeitgeschichte (B 39/2004)
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Nation und Nationalismusin der deutschen Geschichte |

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Ute Planert
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Wie kaum eine andere Macht haben der Nationalismus und seine Begleiterscheinungen in den letzten Jahrhunderten die Geschichte der europäischen und auch der außereuropäischen Welt geprägt. Bis sich die Nation als oberste Legitimationsinstanz politischen Handelns durchgesetzt hatte, bedurfte es jedoch einer langen historischen Entwicklung.
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Zur Person |
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Ute Planert
Dr. phil. habil., geb. 1964; Hochschuldozentin an der Universität Tübingen, Fakultät für Philosophie und Geschichte.
Anschrift: Universität Tübingen, Fakultät für Philosophie und Geschichte, Abteilung für Neuere Geschichte, Wilhelmstraße 36, 72074 Tübingen.
E-Mail: ute.planert@uni-tuebingen.de
Veröffentlichungen u.a.: Antifeminismus im Kaiserreich. Diskurs, soziale Formation und politische Mentalität, Göttingen 1998; Nation, Politik und Geschlecht. Frauenbewegungen und Nationalismus in der Moderne, Frankfurt/M.-New York 2000; Der Mythos vom Befreiungskrieg. Eine Erfahrungsgeschichte der Revolutions- und napoleonischen Kriege (erscheint vorauss. 2005).
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Nach einer einführenden Definition des modernen Nationalismus wird diese Entwicklung in der deutschen Geschichte seit den Anfängen des mittelalterlichen "nationes"-Bewusstseins skizziert. Anschließend zeige ich, dass zwar bereits seit der Mitte des 18. Jahrhunderts alle wesentlichen Strukturmerkmale in den Kreisen der adlig-bürgerlichen Eliten zur Verfügung standen, sich das nationale Prinzip aber selbst in den Kriegen gegen Napoleon noch nicht in allen Bevölkerungsschichten durchsetzen konnte. Danach wird das Wechselspiel von Partizipation und Ausgrenzung als zentrales Kriterium des modernen Nationalismus bestimmt und diese Dialektik schließlich am Beispiel der nationalen Frauenbewegung im 19. und frühen 20. Jahrhundert dargestellt. |
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10. Februar 2012
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Informationen zur politischen Bildung |
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Publikationsverzeichnis
112 Seiten, über 600 Titel, zahlreiche Neuerscheinungen. Das Verzeichnis zum aktuellen Publikationsprogramm der bpb. Hier kostenlos bestellen |
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