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Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 27/2010)
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Jugendkulturen in der politischen Bildungsarbeit |

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Silke Baer / Harald Weilnböck / Peer Wiechmann
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Es gibt seit einigen Jahren Ansätze der zivilgesellschaftlichen Jugendarbeit, die in Anspruch nehmen, Jugendkulturen als wirksames Mittel der Gewalt-, Rechtsextremismus- und Fundamentalismusprävention einsetzen zu können. Hierbei werden die Heranwachsenden in Workshops zu Hip-Hop, Techno, Riot Grrrl oder Punk mit jugendkultureller Vielfalt und einem Ethos aus Respekt, Weltoffenheit, Gewaltvermeidung und aktiver Toleranz bekannt gemacht und im besten Falle an zivilgesellschaftliche Themen und Haltungen herangeführt. Auf der Grundlage eines solchen Ansatzes arbeitet auch der gemeinnützige Berliner Verein Cultures Interactive.
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Heranwachsende aus verschiedensten Kontexten können vor der Verführung zu Radikalisierung, Ausgrenzung und Gewalt bewahrt werden, wenn ihre genuine Neugier auf Jugendkulturszenen in einer methodisch durchdachten Weise aufgenommen wird, die lebensweltlich-narrativ vorgeht und auch psychologisch fundiert ist - und die umso wirksamer der Demokratieerziehung zugute kommen kann.
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Zur Person |
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Harald Weilnböck Ph. D., geb. 1959; Privatdozent, Sozial- und Kulturwissenschaftler sowie Gruppenanalytiker und Supervisor, tätig für verschiedene Institutionen.
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Dies hat sich in der Arbeit mit beiden hauptsächlichen Zielgruppen von Cultures Interactive erwiesen, den rechtsextremistisch gefährdeten Jugendlichen, die wir vorwiegend in den infrastrukturschwachen Regionen Ostdeutschlands aufsuchen, sowie den religiös-fundamentalistisch gefährdeten Heranwachsenden mit unterschiedlichen Migrationshintergründen aus großstädtischen Brennpunkten, mit denen wir in Projekten wie "cultures of berlin" in den Berliner Bezirken Neukölln und Marzahn-Hellersdorf arbeiten.
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10. Februar 2012
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Newsletter |
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Jugendkultur, Islam und Demokratie
Wofür stehen Koranverse auf dem T-Shirt? Welche Medien nutzen junge Migranten? Und warum ist für viele muslimische Jugendliche in Deutschland der Nahost-Konflikt so wichtig? Der Newsletter dokumentiert, was Jugendliche aus muslimisch geprägten Millieus bewegt. |
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