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Aus Politik und Zeitgeschichte (B 40-41/2003)

Deutsche Geschichte



Seiten 46
Erscheinungsdatum 29.09.2003
Erscheinungsort Bonn
Bestellnummer 7340
Bereitstellungs-
pauschale
 
0,00 EUR
Verfügbarkeit vergriffen

Inhalt
  • PDF-Version (536 KB)

    Deutsches Geschichtsbild im Wandel? Spätestens seit Günter Grass‘ Roman "Im Krebsgang" und Jörg Friedrichs monumentalem Werk "Der Brand" wird wieder über die jüngste deutsche Vergangenheit debattiert. Unmittelbare Kriegsereignisse sind in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gerückt. Das vereinte Deutschland begibt sich auf die Suche nach Wurzeln und Kontinuitäten seiner Nationalgeschichte. Die Chiffre "Deutsche als Opfer", die kollektive Leidenserfahrungen umschreibt, spielt dabei die zentrale Rolle. Auch andere Ereignisse werden mit neuen Deutungen versehen. So genoss im Frühsommer der Volksaufstand in der DDR vor 50 Jahren als niedergeschlagene Freiheitsrevolution größtes öffentliches und mediales Interesse.

    In jüngster Zeit erlebt das Thema Flucht und Vertreibung eine Renaissance. Es wird heftig über den Standort und die Konzeption des vom Deutschen Bundestag beschlossenen "Zentrums gegen Vertreibungen" gestritten. Die Initiative des Bundes der Vertriebenen ist in Tschechien und Polen auf scharfe Kritik gestoßen: Dort wird befürchtet, dass verwischt werde, wer für den Zweiten Weltkrieg und den Holocaust verantwortlich sei. Die Befürworter einer nationalen Gedenkstätte in Berlin verweisen auf die versöhnende Wirkung des Erinnerns: Gibt es dafür einen geeigneteren Ort als den, an dem die Nationalsozialisten ihre Kriegspolitik in Szene gesetzt hatten und an deren Ende der Exodus von Millionen Deutschen aus ihrer Heimat stand?

  • Inhalt
    Editorial (Hans-Georg Golz)
    Die schwierige deutsch-polnische Vergangenheitspolitik (Adam Krzeminski)
    Der jüngste Erinnerungsboom in der Kritik (Ute Frevert)
    Kollektive Erinnerung im Wandel (Helga Hirsch)
    Keine gemeinsame Erinnerung (Annette Leo)
    Die Massenmedialisierung des 17. Juni 1953 (Edgar Wolfrum)
    Jugendliche aus Einwandererfamilien und die Geschichte des Nationalsozialismus (Viola B. Georgi)

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    09. Februar 2012
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    Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg
    Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg
    Mit dem deutschen Überfall auf Polen begann am 1. September 1939 der Zweite Weltkrieg. Als er 1945 endete, lag Europa in Trümmern. Über 55 Millionen Menschen waren tot. Wie konnte es soweit kommen? Und wie sollte es weitergehen mit einem Land, das den größten Zivilisationsbruch der Geschichte begangen hatte?
    Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg