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Aus Politik und Zeitgeschichte (B 16-17/2001)
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Tony Blair "im Dickicht der Städte" |

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Manchesters Schwierigkeiten mit dem Dritten Weg Frank Eckardt
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Städte sind ein Spiegelbild gesellschaftlicher Entwicklung. Wer etwas über Multikulturalität, soziale Polarisation oder die neue Dienstleistungsgesellschaft erfahren möchte, wird in der räumlich-geographischen Organisation der Stadt fündig werden. Sie bildet die Bühne, auf der globale und lokale Akteure agieren. Hatten bis in die siebziger Jahre große Wirtschaftsunternehmen den Städten wirtschaftliches Wachstum und Beschäftigung gesichert, so werden unter den Bedingungen der Globalisierung städtische Qualitäten im Sinne von Standortvorteilen für das Entstehen von innovativen Dienstleistungsindustrien entscheidend. In diesem Zusammenhang sind soziale Umfelder zu sehen, die eine große Durchlässigkeit von Ideen und Fähigkeiten verschiedenster Berufsgruppen ermöglichen. Grundvoraussetzung dafür ist die Schaffung von Austauschorten, an denen die sozialen und kulturellen Kapazitäten der Stadtbewohner genutzt werden können
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Zur Person |
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Frank Eckardt M.A., geb. 1967; Studium der Politikwissenschaften, Mittleren und Neueren Geschichte und Deutschen Philologie in Kassel; wissenschaftlicher Mitarbeiter der Bauhaus-Universität Weimar.
Anschrift: Europäische Urbanistik, A.-Dürerstr. 2, 99421 Weimar.
E-Mail: Frank.Eckardt@archit.uni-weimar.de
Veröffentlichungen, zuletzt: Rotterdam. Konturen einer globalisierten Stadt, Münster 2001 (i. E.).
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Im Dritten Weg, der von Anthony Giddens theoretisch konzipiert und von der New Labour-Regierung als programmatisch angenommen wurde, schlägt sich die Notwendigkeit der lokalen Anpassung an die Globalisierung nieder. Die Globalisierung bezieht sich ". . . nicht ausschließlich und auch nicht primär auf wirtschaftliche Verflechtungen, sondern auf die Transformation von Raum und Zeit in unserer Lebenswelt"
. Da sich Letztere für die Mehrheit der Bürger in Städten befindet, stellt sich die Frage, welche Auswirkungen dieses theoretische Verständnis der Globalisierung auf die konkrete Politik hat.
Im Folgenden soll - weitgehend am Beispiel Manchesters - dargestellt werden, mit welchen Problemlagen die britische Politik gegenüber den Städten konfrontiert war und ist und wie sich die bisher getroffenen stadtpolitischen Maßnahmen ausgewirkt haben. Vor ähnlichen wie den geschilderten Schwierigkeiten dürften auch deutsche Städte auf dem Weg in die postindustrielle Gesellschaft stehen. Kann Großbritannien hierfür ein lehrreiches Beispiel sein? |
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10. Februar 2012
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