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Informationen zur politischen Bildung (Heft 290)
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Juden im deutschen Fußball |

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Franz-Josef Brüggemeier
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Auf den ersten Blick bereitet es keine Probleme, den Beitrag deutscher Juden für die Entwicklung des Fußballs in ihrem Land hervorzuheben: Sie wirkten bei der Gründung vieler Vereine mit, trugen wesentlich zur Gründung des DFB bei, dessen Namen einer von ihnen (Walter Bensemann) vorschlug, und stellten in vielen Mannschaften Spieler. Darunter waren auch zwei Nationalspieler, Julius Hirsch mit sieben und Gottfried Fuchs mit sechs Berufungen. Fuchs erzielte in einem Spiel gegen Russland zehn Tore, ein Rekord, der bis heute nicht wieder erreicht wurde.
Der Befund ist also eindeutig, doch es fällt schwer, die Rolle der deutschen Juden im Fußball genauer zu bestimmen und vor allem zu klären, inwieweit sie sich selbst bewusst als Juden oder in erster Linie als Deutsche sahen. Allein schon die Fragestellung ist problematisch, da sie einen Unterschied zwischen Deutschen und Juden nahelegt, den die Nationalsozialisten mit so fatalen Folgen behauptet haben. Denn tatsächlich waren Juden trotz aller Angriffe auf sie ein Teil der deutschen Gesellschaft und haben sich "in ihrer Gesinnung und Einstellung als deutsche Bürger begriffen". |
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10. Februar 2012
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Schriftenreihe (Bd. 519) |
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Fußball unterm Hakenkreuz
Der Historiker Nils Havemann beschreibt in seiner Darstellung, mit welchen Mitteln es den Nationalsozialisten gelang, den vordergründig "unpolitischen" Volkssport Fußball zur Stabilisierung ihres Systems zu missbrauchen. |
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