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Aus Politik und Zeitgeschichte (B 46/2001)
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Rechtsextremismus und Ausländerfeindlichkeit unter ostdeutschen Jugendlichen |

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Dietmar Sturzbecher / Detlef Landua
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Fast täglich berichten die Medien von Vorfällen, bei denen Menschen wegen ihrer Hautfarbe, ihrer Nationalität, ihrer religiösen oder politischen Überzeugungen diskriminiert oder tätlich angegriffen werden. Besondere Besorgnis erregen in der Öffentlichkeit die Häufung solcher Vorfälle in Ostdeutschland und der hohe Anteil Jugendlicher unter den Straftätern. Zweifellos müssen politischer Extremismus, Gewalt und Ausländerfeindlichkeit in das Zentrum der öffentlichen Wahrnehmung gestellt werden, um effiziente Strategien der Prävention und ein entschlossenes Handeln gegen die Täter und ihre geistigen Brandstifter zu gewährleisten. Ob allerdings die zuweilen in der Medienberichterstattung beobachtbaren "Es-wird-immer-schlimmer"-Kommentare ein Beitrag dazu sind, darf bezweifelt werden. Für solide Handlungsempfehlungen im politischen und sozialpädagogischen Sinne erscheint aus unserer Sicht ein Blick in die Ergebnisse der Jugendforschung sinnvoller.
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Zur Person |
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Dietmar Sturzbecher Dr. phil. habil., geb.1953; mehrjährige Tätigkeit als Mathematiklehrer und Dozent in der pädagogisch-psychologischen Lehrerweiterbildung; seit 1993 Leitung des Instituts für angewandte Familien-, Kindheits- und Jugendforschung an der Universität Potsdam (IFK) in Vehlefanz.
Anschrift: IFK an der Universität Potsdam, Burgwall 15, 16727 Vehlefanz.
E-Mail: ifk@rz.uni-potsdam.de
Veröffentlichungen u. a.: (Hrsg.) Jugend in Ostdeutschland - Lebenssituationen und Delinquenz, Opladen 2001; (zus. mit R. Freytag) Antisemitismus unter Jugendlichen; Göttingen u. a. 2000.
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Das Institut für angewandte Familien-, Kindheits- und Jugendforschung an der Universität Potsdam (IFK) forscht seit zehn Jahren zur Lebenssituation und Delinquenzbereitschaft brandenburgischer Jugendlicher. Mittlerweile liegen die Ergebnisse aus fünf landesrepräsentativen Befragungen von Schülern und Auszubildenden vor. Ergänzt wurde dieser quantitative Forschungsansatz durch die Intensivbefragung von Mitgliedern der rechtsradikalen Szene.
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Zur Person |
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Detlef Landua geb. 1959; 1982 - 1987 Studium der Soziologie, Politischen Wissenschaften und Sozialpsychologie an der Universität Mannheim; seit Mitte 2000 am Institut für angewandte Familien-, Kindheits- und Jugendforschung an der Universität Potsdam tätig.
Anschrift: IFK an der Universität Potsdam, Burgwall 15, 16727 Vehlefanz.
E-Mail: ifk@rz.uni-potsdam.de
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Das umfangreiche Datenmaterial zielt vor allem darauf ab, die Erscheinungsformen und die Verbreitung normabweichenden Verhaltens unter Jugendlichen zu ermitteln, zugrunde liegende Ursachen aufzuklären, Veränderungstendenzen zuverlässig zu prognostizieren und Empfehlungen für die Erarbeitung von Präventionsstrategien bereitzustellen. 2001 wurden Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Schülerbefragung aus dem Jahr 1999 erneut befragt. Durch diese Wiederholungsbefragung besteht neben der Fortsetzung der bisherigen Trendanalysen die Möglichkeit, auch Fragen nach der Dynamik und den Entwicklungsverläufen rechtsextremer und fremdenfeindlicher Einstellungen im Jugendalter zu beantworten. Der vorliegende Beitrag stellt einen Ausschnitt der Forschungsergebnisse zu Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit aus den Erhebungsjahren seit 1993 vor. |
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09. Februar 2012
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