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Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 11/2010)
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Abschied von West-Berlin |

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Wilfried Rott
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Ausgerechnet West-Berlin, der demokratisch-kapitalistische Gegenentwurf zur das Stadtgebiet umgebenden DDR, teilte das Schicksal des sozialistischen deutschen Staates: Vom 9. November 1989 an eilte die Halbstadt mit zunehmender Geschwindigkeit ihrem Ende entgegen. Im Taumel der sich überstürzenden Ereignisse der deutschen Vereinigung nahm West-Berlin seinen eigenen Untergang kaum wahr, da ein Neues, lange Erhofftes und zugleich kaum noch Geglaubtes Wirklichkeit wurde: West-Berlin sollte nicht länger in seiner merkwürdigen Insellage verharren, nicht länger Halbstadt sein, sondern Teil des wiedererstandenen Gesamt-Berlins werden. West-Berlin war wie alle Welt vom Mauerfall wie von der sich anschließenden Vereinigungsdynamik überrascht und in keiner Weise darauf vorbereitet, obwohl es diesen Moment in seiner von jeher prekären Rumpfexistenz eigentlich hätte herbeisehnen müssen.
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Zur Person |
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Wilfried Rott Dr. phil., geb. 1943; Publizist; bis 2008 Abteilungsleiter und Moderator beim SFB/rbb; Honorarprofessor an der Hochschule für Musik "Hanns Eisler" in Berlin. E-Mail: wilfried@rottmail.de
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10. Februar 2012
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Dossier |
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Deutsche Teilung - Deutsche Einheit
13. August 1961: In den frühen Morgenstunden beginnt der Bau der Mauer. Die Teilung bekommt eine konkrete Gestalt. Auch 20 Jahre nach dem "Mauerfall" ist Deutschland in vielem ein Land mit zwei Gesellschaften. |
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Schriftenreihe |
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Aufbruch nach Utopia
Ursprünglich hatte wohl tatsächlich niemand die Absicht, eine Mauer zu bauen, doch zu viele Menschen im Osten gingen buchstäblich eigene Wege. Wolle analysiert die Zeit zwischen Mauerbau und Prager Frühling vor dem Hintergrund alltäglicher Lebenswirklichkeit. |
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