Die bpbBestellenNewsletterPressePartnerImpressumKontakt

Home
   
FAQ Index
Suche

Themen
Publikationen
Arbeitsmaterialien Medien
Aus Politik und Zeitgeschichte
AV-Medienkatalog
CD-ROM/ CD/ DVD
Einzel-
publikationen
Entscheidung im Unterricht
Filmhefte
fluter
HanisauLand
Informationen zur politischen Bildung
Info aktuell
Internet-Angebote
Mobile Angebote
Karten
Pocket
Rechtsreihe
Schriftenreihe
Spicker Politik
Thema im Unterricht
Themenblätter im Unterricht
Themen und Materialien
Zeitbilder
Spiele
Sonstige
Was geht?
Suche
Veranstaltungen
Wissen
Lernen


Aus Politik und Zeitgeschichte (B 18/2004)

"Good Governance" und "Public Service Ethics"


Amtsprinzip und Amtsverantwortung im elektronischen Zeitalter
Wolfgang H. Lorig
Inhalt

Einleitung

"New Public Management" und "Public Service Ethics"

Amtsprinzip und Amtstradition

Amt und Vertrauen im "Responsible Government"

Verantwortliche Amtsführung und "Good Governance"

Fazit

Einleitung
In den letzten Jahren ist Electronic Government bzw. E-Government zu einem neuen Modernisierungsparadigma für Staat und Verwaltung geworden. Gleichwohl gibt es keine allgemein gültige Definition: Jörn von Lucke und Heinrich Reinermann bezeichnen E-Government als "Abwicklung geschäftlicher Prozesse im Zusammenhang mit Regieren und Verwalten (Government) mithilfe von Informations- und Kommunikationstechniken über elektronische Medien"[1]. Stephan A. Jansen und Birger P. Priddat möchten unter E-Government die Virtualisierung des Staates verstehen, "als ein elektronisches 'one-stop non-stop'-Angebot von digitalisierten, integrierten, personalisierten und jederzeit verfügbaren Services/Prozessen (G2C = government to citizen) sowie als elektronische Demokratie (eDemocracy) durch ein citizen empowerment zur stärkeren Einbindung der Bürger (C2G = citizen to government)"[2].

Zur Person
Wolfgang H. Lorig
Dr. phil. habil., M.A., geb. 1954; seit 2001 Privatdozent an der Technischen Universität Kaiserslautern, Fachbereich Sozial- und Wirtschaftswissenschaften; Akademischer Direktor an der Universität Trier, Politikwissenschaft.
Anschrift: Universität Trier, Postfach, 54286 Trier.
E-Mail: lorig@uni-trier.de

Veröffentlichungen u.a.: Modernisierung des öffentlichen Dienstes. Politik und Verwaltungsmanagement in der bundesdeutschen Parteiendemokratie, Opladen 2001; Dezentralisierung und Flexibilisierung der Verwendungssysteme öffentlicher Dienste, in: Rainer Koch/Peter Conrad (Hrsg.), Auf dem Weg zu einem New Public Service, Wiesbaden 2004 (i.E.).

E-Government als integrativer Begriff verknüpft die elektronische Verwaltungsmodernisierung mit dem Moment der Bürgerpartizipation. Eine Studie der Bertelsmann Stiftung spricht deshalb von einem "guten" und "richtigen" E-Government, wenn es gelingt, Modernisierung und Demokratisierung als "zwei Seiten einer Medaille"[3] umsichtig auszubalancieren und miteinander in Einklang zubringen. Elektronische Bürgerdienste und Informationsangebote (E-Administration) werden durch die Stärkung partizipativer Elemente (E-Democracy) zum Balanced E-Government fortentwickelt. E-Government hat demnach die geeigneten Instrumente zur Verfügung zu stellen, um die Leitgedanken der Verwaltungsmodernisierung, Transparenz und Effizienz, umsetzen zu können. Das Internet ermöglicht dabei der öffentlichen Hand, ihre Funktion als kundennaher Dienstleister auszubauen, und die Bürgerinnen und Bürger erhalten neue Optionen, durch elektronisch vermittelte Willensbekundungen am öffentlichen Leben zu partizipieren. "Am Ende der Entwicklung soll die Informationsgesellschaft stehen, in welcher der Bürger Mitarbeiter, Politiker Partner und Verwalter Gestalter des Wandels sind. Am Ende steht also ein neuer Anfang: Die demokratische Bürgergesellschaft als das große Ziel der Verwaltungsmodernisierung."[4]

Dieses Konzept von E-Government greift über verwaltungsinterne Modernisierungsziele wie Effizienz- und Effektivitätssteigerung weit hinaus. Neben dem Leitbild einer neuen, "managerialen" Verwaltungskultur steht gleichberechtigt das "einer erneuerten politischen Kultur, in der die traditionelle Distanz zwischen Staat und Bürgergesellschaft wenn schon nicht aufgehoben, so doch deutlich verringert sein wird"[5]. Während E-Government von seiner Zielrichtung an Konzepte der Verwaltungsmodernisierung (New Public Management, Neues Steuerungsmodell) anknüpft, intendiert E-Governance eine Öffnung der anfangs nur verwaltungsintern ausgerichteten Reformkonzepte: "Das anfängliche Hauptziel (...) Effizienzsteigerung (...) bekommt eine demokratische Zielerweiterung."[6] Und schließlich werden inzwischen auch die engen Zusammenhänge zwischen E-Government und "Good Governance" u.a. in Studien der OECD thematisiert: "E-government can help build trust between governments and citizens. Building trust between governments and citizens is fundamental to good governance."[7]
Themen | Wissen | Veranstaltungen |
Publikationen | Lernen |
Die bpb | Bestellen | Newsletter | Presse | Partner |
Impressum | Datenschutz | Kontakt | Home
09. Februar 2012
Druck-Version
Artikel versenden
PDF-Version
Inhalt
Bild vergrößern
Modernes Regieren/E-Government
Editorial
E-Demokratie - neue Bürgernähe oder virtuelle Luftblase?
Zukunftsperspektive Electronic Government
Online-Wahlen im internationalen Vergleich
"Good Governance" und "Public Service Ethics"
Lexikonsuche
Suchen Sie in unseren Online-Lexika Begriffe aus Politik, Wirtschaft und Kultur.

Suchwort: