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B 39 / 2000

Aus Politik und Zeitgeschichte (B 39/2000)

Rechtsextremismus

Eine humane und zivile Gesellschaft hat vor allem eine Pflicht: Sie soll jeder Art von Gewalt sowie Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus entgegentreten.

 vergriffen

Inhalt

Die Verurteilung der drei rechtsextremen Mörder von Dessau hat gezeigt, dass der Rechtsstaat entschlossen handeln kann. Das rechtliche Instrumentarium reicht aus; es bedarf keiner neuen Gesetze. Nur elf Wochen lagen zwischen Tat und Urteil. Staat und Justiz haben ein Zeichen der Stärke gesetzt. Schnelles und entschlossenes Handeln des Staates ist aber nur die eine Seite, hinzu kommen muss die gesellschaftliche Auseinandersetzung mit dem 'Gedankengut' des Rechtsextremismus. Eine humane und zivile Gesellschaft hat die Pflicht, jeder Art von Gewalt sowie Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus entgegenzutreten. Wenn aber die These vom 'Rassismus der Mitte' zutrifft, hat unsere Gesellschaft ein großes Problem. Dann geht es nämlich nicht nur um die Auseinandersetzung mit den rechten Schlägern und ihrem direkten Umfeld, sondern die Gesellschaft als Ganzes muss das Zielobjekt der Aufklärung sein.



Herausgeber: Bundeszentrale für politische Bildung, Seiten: 56, Erscheinungsdatum: 22.09.2000, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 0

 

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