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Aus Politik und Zeitgeschichte (B 45/2003)

Zwischen Integration und Distanzierung


Jugendgenerationen in der DDR in den sechziger und siebziger Jahren
Bernd Lindner
Inhalt

Einleitung

Das Generationenmodell

Einpassen statt Aufbegehren: Die Integrierte Generation

Rückzug statt Offensive: Die Distanzierte Generation

Schwankender Einfluss

Einleitung
Unabhängig davon, wie viele Generationsgestalten für die 40 Jahre alte Bundesrepublik ausgemacht werden (ihre Zahl schwankt in der einschlägigen Literatur zwischen acht[1] und vier[2]) und wie man diese definiert, eine Generation steht in allen Analysen übereinstimmend als originäre Hervorbringung des Westens fest: die "68er".

Zur Person
Bernd Lindner
Dr. phil. habil, geb. 1952; Kultursoziologe und -historiker, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig bei der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland und apl. Professor an der Universität Karlsruhe.
Anschrift: Brockhausstraße 42, 04229 Leipzig.
E-Mail: lindner@hdg.de

Veröffentlichungen u.a.: (Hrsg. zus. mit Rainer Eckert) Mauersprünge. Kunst und Kultur der 80er Jahre in Deutschland, Leipzig 2002; Die Generation der Unberatenen. Zum Profil der letzten DDR-Jugendgeneration, in: Berliner Debatte Initial, 14 (2003) 2.


Eine vergleichbar markante Generationseinheit[3] hat die DDR nicht hervorgebracht, gleichwohl es die Geschichte ihrer generationellen Prägung noch zu schreiben gilt. Erste Ansätze dazu sind seit dem Ende der DDR aus unterschiedlichen Perspektiven heraus geleistet worden.[4] Ein geschlossenes Modell fehlt jedoch noch. Es soll hier - bezogen auf die Jugendgenerationen der DDR - angeboten und für den Zeitraum der sechziger und siebziger Jahre speziell untersetzt werden.



In der DDR war die Jugend eine zentrale Größe gesellschaftlicher Planung. Die SED hat von Beginn ihrer Machtübernahme an auf die Jugend als Träger des Aufbaus einer neuen Gesellschaft gesetzt. Doch was ihr anfangs noch weitgehend gelang, geriet ab Mitte der siebziger Jahre immer mehr zum Desaster. Die Jugend war die erste Altersgruppe, welche die SED für sich vereinnahmen konnte, und sie war zugleich die erste, die ihr aus dem Ruder lief.
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10. Februar 2012
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Inhalt
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Deutsche Zeitgeschichte: 60er und 70er Jahre
Editorial
1968 im Westen - was ging uns die DDR an?
1968 im Osten - was ging uns die Bundesrepublik an?
Körper, Konsum, Genuss - Jugendkultur und mentaler Wandel in den beiden deutschen Gesellschaften
Amerikanisierung oder Internationalisierung?
"Trau keinem über 30"
Zwischen Integration und Distanzierung
Von der Konfrontation zum Dialog
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Deutschland in den 50er Jahren
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Wirtschaftswunder und Wiederbewaffnung, Aufbau des Sozialismus und Aufstand des 17. Juni 1953 - diese Stichworte beschreiben die Ära der 50er Jahre in beiden deutschen Staaten.
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