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Aus Politik und Zeitgeschichte (B 10-11/2003)

Die Türkei und die Europäische Union


Eine unendliche Geschichte?
Andrea K. Riemer
Inhalt

Einleitung

I. Die Türkei auf dem Weg nach Europa

II. Was ist Europa?

III. Der Status quo der türkisch- europäischen Beziehungen

IV. Ausblick

Einleitung
Seit Beginn des europäischen Einigungsprozesses gilt die Türkei als der am schwersten zu integrierende Staat. In den vergangenen fünfzehn Jahren - und besonders bei der letzten Erweiterungsrunde - hat die Frage eines türkischen Beitritts für Reibungspunkte innerhalb der Europäischen Union (EU) gesorgt. Die Aufnahme von zehn neuen Kandidaten hat die Position der Türkei deutlich verschlechtert. Verteilungsdebatten und heterogene nationale Interessen in der EU ließen strategische Überlegungen, die in Europa seit jeher geringeres Gewicht haben als in den USA, in den Hintergrund treten.[1]

Der vorliegende Beitrag geht der Frage nach, ob in absehbarer Zeit Chancen auf eine türkische Vollmitgliedschaft in der EU bestehen. Nach einem historischen Abriss der Entwicklung des Landes und des türkisch-europäischen Verhältnisses - als Basis für die Eigenwahrnehmung der Türkei und ihre mögliche Rolle im "europäischen Konzert" - folgt eine kurze Diskussion des Konstrukts "Europa". Daran schließt sich eine Analyse der aktuellen Beziehungen zwischen der Türkei und der EU an.

Zur Person
Andrea K. Riemer
Dr. rer. soc. oec., geb. 1963; a. o. Professorin für Internationale Beziehungen und Dekanin der International University Vienna.
Anschrift: The International University, Mondscheingasse 16, 1070 Wien. E-Mail: acadean@iuvienna.edu

Veröffentlichungen u.a.: Die Türkei an der Schwelle zum 21. Jahrhundert. Die Schöne oder der Kranke Mann am Bosporus, Frankfurt/M. 1998; Griechenland und Türkei im neuen Millennium. Stabilisierer versus Regionalmacht, Frankfurt/M. 2000; (zus. mit Yannis A. Stivachtis) Understanding EU's Mediterranean Enlargement. The English School and the Expansion of Regional International Societies, Frankfurt/M. 2002.
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07. Februar 2012
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Südosteuropa
Editorial
Staatsbildung und ethnisch-nationale Gegensätze in Südosteuropa
Eliten in Südosteuropa
Vom Wiederaufbauhelfer zum Modernisierungsagenten
Regionale Kooperation in Südosteuropa
Den Balkan integrieren
Die Türkei und die Europäische Union
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