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"Ecopreneure": Nach der Dekade des Umweltmanagements das Jahrzehnt des nachhaltigen Unternehmertums?


5.8.2002
Dieser Beitrag vermittelt einen Überblick über Merkmale des Ecopreneurships und grenzt diesen Wirtschaftstyp von anderen Geschäftsformen idealtypisch ab. Die Alternativen werden in einer Positionierungsmatrix gegenübergestellt.

I. Einleitung



Für Unternehmen gewann die Vision einer öko-effizienten Wirtschaftsweise und einer nachhaltigen Entwicklung (sustainable development) durch die UNCED-Konferenz in Rio de Janeiro vor zehn Jahren maßgeblich an Bedeutung. Inzwischen wurden viele Konzepte des Umweltmanagements entwickelt und in der Praxis umgesetzt. Mit der Richtlinie zum europäischen Umweltmanagementsystem EMAS und der Umweltmanagementnorm ISO 14001 wurden Standards gesetzt, nach denen sich mehrere tausend Unternehmen zertifizieren ließen. Nun wird von immer mehr Unternehmen der Schritt aus der Öko-Nische gemacht, um mit einer konsequent nachhaltigen Ausrichtung des Kerngeschäfts in den Massenmarkt zu treten.

Die Behandlung betrieblicher Umweltschutzaufgaben als ein juristisches und technisches Problem und die Umsetzung von betrieblichen Umweltstrategien hat zwar in vielen Fällen zu erfreulicher Reduktion von negativen Umwelteinwirkungen geführt. Umweltschutz hat in diesen Fällen indes kaum Eingang in die Kerngeschäftsprozesse der Firmen gefunden. Demgegenüber haben in jüngerer Zeit einige Unternehmen die Innovationsdynamik des Unternehmertums mit der Vision einer nachhaltigen Entwicklung verbunden. Darauf beruht das vorliegende Konzept des Ecopreneurships. Vor dem Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung in Johannesburg ist es Zeit zu diskutieren, wodurch die aufkommende Entwicklung zum Ecopreneurship gekennzeichnet ist.