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Belastete Orte der Erinnerung


6.7.2009
Die Erinnerungskultur kreist um die Aufrechnung der Verbrechen der ungarischen Nazis mit denen der Kommunisten. Solange die Parteien das nicht hinterfragen, dienen Gedenkstätten als Wallfahrtsorte der Anhängerschaft.

Einleitung



Das 20. Jahrhundert in Osteuropa war ein Zeitalter der Totalitarismen, die sich gegenseitig durch den Verweis auf die Gefährlichkeit des ideologischen Gegners legitimierten. Verwüstungen, Massenmorde und Deportationen wurden immer mit dem Hinweis einer Präventivmaßnahme vollzogen.




In dieser Hinsicht bestehen zwischen nationalsozialistischen und kommunistischen Verbrechen wechselseitige und enge kausale Verbindungen. Auch in Ungarn sind diese vorhanden und werden auf verschiedene, oft fragwürdige Art und Weise von der Politik und der Gesellschaft reflektiert.