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Aus Politik und Zeitgeschichte (B 47/2001)
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Die dunklen Seiten des globalisierten Tourismus |

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Zu den ökologischen, ökonomischen und sozialen Risiken des internationalen Tourismus Norbert Suchanek
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Der Tourismus ist kein neues Phänomen unserer Zeit. Bereits seit Tausenden von Jahren verreisen Menschen. Dennoch bestehen entscheidende Unterschiede zwischen dem modernen Tourismus und den Reisen von gestern. Zum einen sind immer mehr Menschen immer schneller, immer öfter und immer weiter unterwegs. Zum anderen haben die Reisenden vergangener Jahrhunderte ihren Urlaub nicht bei TUI, Neckermann oder Rewe gebucht.
PDF-Version: 330 KB
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Zur Person |
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Norbert Suchanek geb. 1963, freier Journalist und Buchautor.
Anschrift: Bionachrichten, Regensburger Str. 34, D-94036 Passau
E-Mail: redaktion@bionachrichten.de
Veröffentlichungen u. a.: Ausgebucht - Zivilisationsfluch Tourismus, Stuttgart 2000; Beitrag zum Naturtourismus in: Voyage, Jahrbuch für die Reise- und Tourismusforschung, Köln 2001; Mythos Wildnis, Stuttgart 2001.
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Der moderne Tourismus ist ein "Big Business", das von wenigen großen Konzernen bestimmt wird. Daten des Weltwährungsfonds (IWF) zufolge löste der internationale Tourismus mit Einnahmen in Höhe von 504 Milliarden US-Dollar bereits 1998 die Automobilbranche als größte Exportindustrie der Welt ab. Nach Meinung der Welttourismusorganisation (WTO) sei das internationale Reisegeschäfte aber "nur die Spitze eines Eisbergs". Denn zu den rund 700 Millionen grenzüberschreitenden Reisenden jährlich kämen nochmals etwa 2,3 Milliarden Touristen hinzu, die jeweils im eigenen Land Urlaub machen. Die WTO schätzt deshalb die globalen Gesamteinnahmen der Tourismusbranche auf 1,7 Billionen US-Dollar jährlich.
Obwohl die Tourismusfirmen - allen voran die TUI (Preussag), der inzwischen größte Reisekonzern der Welt - seit den neunziger Jahren auf dem Papier immer "grüner" werden und mit Bezeichnungen wie "Ökotourismus" oder "umweltfreundlicher" und "sanfter Tourismus" werben, geschieht in Wirklichkeit kaum etwas in dieser Richtung. Parallel zur Inflation der Lippenbekenntnisse nehmen ungehindert drei für die Umwelt und die soziale wie ökonomische Situation in den Entwicklungsländern gefährliche Tourismustrends zu. |
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19. März 2010
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Sonstige |
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