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Aus Politik und Zeitgeschichte (B 47/2004)
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Finnland - Musterknabe in der EU? |

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Andrea Gawrich
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Knapp eine Dekade nach dem finnischen EU-Beitritt lässt sich eine Zwischenbilanz ziehen. Zum einen gilt es, den Wandel des finnischen Regierungssystems in den vergangenen Jahren nachzuzeichnen, denn Finnland war lange Zeit ein Beispiel für den in Europa eher seltenen Systemtyp eines semipräsidentiellen Regierungssystems mit stark konsensualen Zügen. Nach der Verabschiedung der neuen Verfassung im Jahr 2000 hat es sich zum in Westeuropa mehrheitlich verbreiteten parlamentarischen Regierungssystem gewandelt.
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Zur Person |
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Andrea Gawrich
Dr. rer. soc., geb. 1970; wissenschaftliche Assistentin am Institut für Politikwissenschaft, Christian-Albrechts-Universität (CAU) zu Kiel.
Anschrift: CAU Kiel, Institut für Politikwissenschaft, Olshausenstraße 40, 24098 Kiel.
E-Mail: AGawrich@politik.uni-kiel.de
Veröffentlichungen u.a.: Ein Votum für den EU-Beitritt? Die jüngsten Parlamentswahlen in Polen, Ungarn und Tschechien, in: Zeitschrift für Parlamentsfragen, (2003) 2; Das Politikfeld Minderheitenschutz in der EU-Osterweiterung, in: ÅADIIA, Warschau, (2004) 2; (zus. mit Rainer Schweickert) Institutionelle Entwicklung in Europa - wie weit sind die südosteuropäischen Länder?, in: Die Weltwirtschaft, (2004) 2.
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Zum anderen ist ein Blick auf Finnlands Rolle in der EU zu werfen. Welche Stärken bringt das ehemalige "Japan des Nordens", das inmitten seiner Wirtschaftskrise der neunziger Jahre der EU beitrat, in das Staatenbündnis ein? Hat es seinen Platz gefunden und stellt es womöglich aufgrund seiner Geschichte eine wichtige Brücke zu Russland dar, oder ist die Rolle Finnlands als bevölkerungsmäßig kleines Land in der EU eher marginal? |
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09. Februar 2010
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