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Aus Politik und Zeitgeschichte (B 06-07/2003)
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Faule Arbeitslose? |

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Zur Debatte über Arbeitsunwilligkeit und Leistungsmissbrauch Frank Oschmiansky
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"Es gibt kein Recht auf Faulheit in unserer Gesellschaft". Mit diesen Worten brach Bundeskanzler Gerhard Schröder im April 2001 eine heftige Debatte über "Faulenzer", "Drückeberger", "Scheinarbeitslose" und "Sozialschmarotzer" vom Zaun. Aus historischer Sicht kamen die Vorwürfe nicht unerwartet. Rückblickend kann man sogar von einem politischen Automatismus sprechen: Immer wenn Regierungen ein bis zwei Jahre vor der Wahl stehen und die Konjunktur lahmt, wird reflexartig die Alarmglocke "Faulheitsverdacht!" geläutet - auch wenn es keine objektiven Anhaltspunkte dafür gibt, dass die Arbeitslosen fauler geworden sind. Ein Blick auf die vergangenen drei Jahrzehnte der Arbeitsmarktpolitik zeigt, dass die Faulheitsdebatte politische Konjunkturen hat.
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Zur Person |
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Frank Oschmiansky Dipl.-Pol., geb. 1964; wiss. Mitarbeiter in der Abteilung Arbeitsmarktpolitik und Beschäftigung am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB).
Anschrift: WZB, Reichpietschufer 50, 10785 Berlin. E-Mail: fosch@wz-berlin.de
Veröffentlichungen u. a. zur "Geschichte der Arbeitsmarktpolitik in Deutschland" und zu "Regionaler Arbeitsmarktpolitik in Berlin und Brandenburg".
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09. Februar 2012
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