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Informationen zur politischen Bildung (Heft 287)
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Industrie im Spannungsfeld von Ökonomie und Ökologie |

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Klaus Jacob
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Die industrielle Herstellung von Gütern ist mit der Nutzung von Umweltressourcen untrennbar verbunden. Das beginnt bei der Entnahme und dem Transport von Rohstoffen, deren Verarbeitung in vielen Zwischenschritten und hört mit dem Transport der Produkte nicht auf. Dabei werden Rohstoffe und Energie verbraucht, Emissionen in Luft, Boden und Wasser geleitet, und es entstehen Produktionsabfälle. Verarbeitendes Gewerbe, Industrieprozesse und -feuerungen trugen im Jahr 2005 in Deutschland zu circa 30 Prozent der SO2-Emissionen und zu 20 Prozent der CO2-Emissionen bei (www.umweltdaten.de). Dabei sind die Emissionen, die in der Energiewirtschaft durch industriellen Stromverbrauch entstehen, noch nicht mit eingerechnet. Nicht nur die Herstellung, sondern auch Produkte selbst können mehr oder weniger umweltfreundlich gestaltet sein. Das betrifft zum Beispiel mögliche Inhaltsstoffe, Energie- oder Wasserverbrauch während des Gebrauchs oder Belastungen, die durch deren Entsorgung entstehen. Die durch industrielle Produktion bzw. durch Produkte verursachten Umweltschäden treten bei anderen Nutzern der Umwelt (oder zukünftigen Generationen) als zusätzliche Kosten auf. Soweit diese Kosten nicht vom Verursacher getragen werden, wird von negativen externen Effekten gesprochen.
Ziel umweltpolitischer Maßnahmen ist es, indu-s-triell bedingte Umweltbelastungen zu vermindern sowie die Entwicklung und Vermarktung umweltfreundlicherer Produkte zu fördern. Jedoch führen Umweltauflagen oft zu zusätzlichen Kosten bei den betroffenen Branchen. Daher ist Umweltpolitik Anlass für oft scharfe Auseinandersetzungen zwischen betroffenen Unternehmen und Umweltbehörden, aber auch innerhalb des Regierungsapparates, zwischen dem Umweltressort und den Ministerien, denen die Interessen der Industrie näher stehen. Bisherige umweltpolitische Strategien haben mit unterschiedlichen Instrumenten versucht, auf diese Zielkonflikte zu reagieren. |
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10. Februar 2012
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