Die bpbBestellenNewsletterPressePartnerImpressumKontakt

Home
   
FAQ Index
Suche

Themen
Publikationen
Arbeitsmaterialien Medien
Aus Politik und Zeitgeschichte
AV-Medienkatalog
CD-ROM/ CD/ DVD
Einzel-
publikationen
Entscheidung im Unterricht
Filmhefte
fluter
HanisauLand
Informationen zur politischen Bildung
Info aktuell
Internet-Angebote
Mobile Angebote
Karten
Pocket
Rechtsreihe
Schriftenreihe
Spicker Politik
Thema im Unterricht
Themenblätter im Unterricht
Themen und Materialien
Zeitbilder
Spiele
Sonstige
Was geht?
Suche
Veranstaltungen
Wissen
Lernen


Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 27/2010)

Editorial


Johannes Piepenbrink

Vor fast dreißig Jahren, am 8. Dezember 1980, wurde John Lennon vor seinem Apartment in Manhattan erschossen. An jenem Abend endeten nicht nur alle Hoffnungen, die legendären Beatles könnten noch einmal zusammenfinden, sondern für viele Jugendliche und Erwachsene markierte Lennons jäher Tod auch einen tiefen Einschnitt in der eigenen Biografie - auf beiden Seiten des "Eisernen Vorhangs". Denn obwohl Lennon sich schon seit Längerem weitgehend aus dem Rampenlicht zurückgezogen hatte, verbanden sehr viele mit ihm ein Stück der eigenen Jugend: Sei es, dass die Beatles den Soundtrack zur Emanzipation vom Elternhaus geliefert hatten, sei es, dass man später seine Songs auf Antikriegsdemos sang.

Die Landschaft der Jugendkulturen hat sich seit jenen Zeiten stark verändert: Gab es in den 1960er und 1970er Jahren eine überschaubare Anzahl von Szenen und klar voneinander zu unterscheidenden jugendkulturellen Strömungen, ist die heutige Vielfalt kaum mehr zu überblicken. Die Genres haben sich differenziert, ihre Grenzen sind aufgeweicht; verschiedene Kulturen haben sich zu neuen vermischt.

Auch sind Jugendkulturen nicht mehr unbedingt mit politischem oder gesellschaftlichem Protest verbunden: Bedeuteten Rock 'n' Roll oder Punk auch einen Protest gegen das erwachsene "Establishment", ist es für Jugendliche heute deutlich schwieriger, zu "rebellieren". Ungewöhnliche Kleidung und unangepasstes Aussehen sind längst kein Ausweis mehr für eine Protesthaltung. Vieles, was einst als Tabubruch galt, ist heute gesellschaftlich etabliert. Jugendlichen deshalb pauschal politisches Desinteresse vorzuwerfen, scheint indes verfehlt. Ein Problem der Generationen nach Lennon besteht vielleicht gerade darin, dass ihre Eltern sich für die besseren Rebellen halten.
Themen | Wissen | Veranstaltungen |
Publikationen | Lernen |
Die bpb | Bestellen | Newsletter | Presse | Partner |
Impressum | Datenschutz | Kontakt | Home
10. Februar 2012
Druck-Version
Artikel versenden
PDF-Version
Bestellen
Inhalt
Bild vergrößern
Jugendkulturen
Editorial
Jugendkulturen heute - Essay
Jugend zwischen Partizipation und Protest - Essay
John Lennons Tod und die Generationswerdung der "68er"
Held der Arbeiterklasse: Zur John-Lennon-Rezeption in der DDR
Jugendkulturen in der politischen Bildungsarbeit
Islamische Jugendkulturen in Deutschland
Lexikonsuche
Suchwort:
Lexika:
Newsletter
Jugendkultur, Islam und Demokratie
Jugendkultur, Islam und Demokratie
Wofür stehen Koranverse auf dem T-Shirt? Welche Medien nutzen junge Migranten? Und warum ist für viele muslimische Jugendliche in Deutschland der Nahost-Konflikt so wichtig? Der Newsletter dokumentiert, was Jugendliche aus muslimisch geprägten Millieus bewegt.
Jugendkultur, Islam und Demokratie