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Aus Politik und Zeitgeschichte (B 21-22/2004)

Südostasien



Seiten 40
Erscheinungsdatum 17.05.2004
Erscheinungsort Bonn
Bestellnummer 7421
Bereitstellungs-
pauschale
 
0,00 EUR
Verfügbarkeit vergriffen

Inhalt
  • PDF-Version: 280 KB

    Malaysia ist der wohlhabendste, Indonesien der bevölkerungsreichste Staat der muslimischen Welt. In diesem Frühjahr wurden in beiden Ländern neue Parlamente demokratisch gewählt. Südostasien war bis zur Asienkrise vor allem durch die enorme wirtschaftliche Leistungskraft der "Tigerstaaten", weniger durch demokratische Entwicklungen geprägt. Exotische Urlaubsparadiese und die bittere Armut weiter Bevölkerungsteile trugen zu zählebigen, widersprüchlichen Klischees in Europa bei. Die wirtschaftliche Erholung, an der die boomende Tourismusbranche großen Anteil hat, erlitt durch den Ausbruch der Lungenkrankheit SARS im vergangenen Jahr und durch die epidemische Ausbreitung der Vogelgrippe herbe Rückschläge.
    Die elf südostasiatischen Staaten von Myanmar bis Ost-Timor weisen sehr unterschiedliche politische Systeme auf. "Musterdemokratien" sind nicht darunter, es handelt sich allenfalls um demokratisch legitimierte, aber oligarchisch regierte Staatswesen mit heterogenen Ethnien und starken Minderheiten. Der Zusammenhalt der Vielvölkerstaaten Indonesien und Philippinen ist aufgrund bewaffneter Konflikte bedroht. Außerdem stehen vor allem Indonesien und Malaysia seit dem Terroranschlag von Bali im Oktober 2002 vor der lange vernachlässigten Aufgabe, gegen militante islamistische Strömungen vorzugehen. Dabei ist die Versuchung groß, unter dem Etikett der Terrorismusbekämpfung die legitime innenpolitische Opposition zu drangsalieren.

  • Inhalt
    Editorial (Hans-Georg Golz)
    Pressefreiheit in Südostasien (Doris Klein)
    Das Verhältnis der EU und der USA zur Region Südostasien (Jörn Dosch)
    Islam und Politik in Südostasien (Andreas Ufen)
    Nichtregierungs-Organisationen und Demokratisierung in Südostasien (Rolf Hanisch)
    Kommerzielle sexuelle Ausbeutung von Kindern in den Philippinen (Tina Pfeiffer)

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    10. Februar 2012
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