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Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 39/2007)

Lokale Macht- und Gewaltstrukturen in Afghanistan


Conrad Schetter
Inhalt

Einleitung

Erosion der Staatlichkeit

Facetten lokaler Macht- und Gewaltstrukturen

Lokale Ordnung

Intervention und Wiederaufbau

Ausblick

Einleitung
Die militärische Intervention der von den USA geführten Coalition against Terrorism im Herbst 2001 sollte nicht nur das Taliban-Regime hinwegfegen und die Horte des Terrorismus beseitigen, sondern gleichzeitig die Befriedung und den Wiederaufbau Afghanistans einleiten.

Zur Person
Conrad Schetter
Dr. phil, geb. 1966; Senior Research Fellow am Zentrum für Entwicklungsforschung der Universität Bonn, Walter Flex-Str. 3, 53113 Bonn.
E-Mail: c.schetter@uni-bonn.de

Sechs Jahre später scheint Afghanistan von dieser Zielsetzung weit entfernt. Nicht nur erleben die Taliban ein Revival und kontrollieren bereits ganze Distrikte in Südafghanistan, sondern auch andernorts stellen die lokalen Gegebenheiten eine enorme Herausforderung für den Wiederaufbau und eine Modernisierung Afghanistans dar. So dominieren gegenwärtig lokale Macht- und Gewaltstrukturen das Land, die Analytiker gern als "Kriegsfürstentum" umschreiben.[1] Diese lokalen Herrschaftsstrukturen sind hochdynamisch, folgen ihren eigenen Gesetzmäßigkeiten und stehen modernen, auf Staatlichkeit basierenden Herrschaftsvorstellungen entgegen. Die wesentliche Ursache für die starke lokale Verortung von Macht und Gewalt in Afghanistan liegt darin begründet, dass eine staatliche Durchdringung Afghanistans niemals stattfand, ein staatliches Gewaltmonopol fehlt und der Staat im besten Falle eine Ressource für lokale Eliten darstellt.
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10. Februar 2012
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Inhalt
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Afghanistan und Pakistan
Editorial
Lokale Macht- und Gewaltstrukturen in Afghanistan
Nation-building in Afghanistan
Afghanistan unter dem Terror der Taliban
Pakistan zwischen Demokratisierung und "Talibanisierung"
Außenpolitik Pakistans zwischen Kaschmir und Afghanistan
Hintergründe des anhaltenden indisch-pakistanischen Dialogs
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