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Politik als Inszenierung

Aus Politik und Zeitgeschichte (B 53/2003)

Politik als Inszenierung

Politik und Medien sind heute nahezu untrennbar miteinander verwoben: politische Realität ist Medienrealität. Ohne Beachtung der Gesetze der Medien lässt sich kaum mehr Politik machen. Demokratie wird so zur Mediendemokratie.

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Inhalt

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    Jede Epoche hat ihre eigene Form mit Problemen umzugehen. In einer Zeit, in der Politik und Medien nahezu untrennbar miteinander verwoben sind, in der politische Realität Medienrealität ist, lässt sich ohne Beachtung der Gesetze der Medien kaum mehr Politik machen. Demokratie wird zur Mediendemokratie; letztlich gelten die Regeln der medialen Darstellung auch für das politische Geschehen selbst. Die Mediendemokratie verändert nicht nur die Politik, sie verändert auch die agierenden Politikerinnen und Politiker - und sie verändert die Medien. Denn der permanente Zwang zur Inszenierung geht auf beiden Seiten mit einem Substanzverlust einher.

    Politik wird in der Mediengesellschaft zunehmend über die Person des Spitzenpolitikers vermittelt; dieser muss in der Lage sein, die entsprechende Rolle gut zu spielen. Wer dies nicht kann, wird nicht gewählt. Hinzu kommen die unterschiedlichen Geschwindigkeiten von Politik und Medien: Politik ist unendlich viel langsamer als die Medien, die täglich eine neue Schlagzeile, ein neues Bild brauchen. Hier liegen die Fallen für Politikerinnen und Politiker.



    Seiten: 40, Erscheinungsdatum: 29.12.2003, Erscheinungsort: Bonn

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