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Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 28-29/2005)
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Der Aufstieg des Lokalen |

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Trutz von Trotha
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Horizontalisierung der staatlichenOrdnung |
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Staatszerfall hat in den postkolonialen Staaten viele Formen, von denen die Verallgemeinerung der Gewalt in kriegerischen Konflikten nur die am meisten zugespitzte Variante ist. Aber statt vorrangig den Zerfall staatlicher Ordnung zu konstatieren und zu untersuchen, ist es realitätsnäher und für praktische Zwecke vordringlich, sich zur Suche nach neuen Formen politischer Herrschaft jenseits des Staates aufzumachen. Sie sind Ergebnis wie Motor des Staatszerfalls, und ihre Entstehung ist Ursache, Anlass und Folge einer postkolonialen Entwicklung, welche sich mit dem Stichwort der "Horizontalisierung der staatlichen Ordnung" bezeichnen lässt.
Es ist ein Vorgang, in dem die vertikale Ordnung des Staates, für die das Gewaltmonopol der Kern ist, sich in eine eher horizontale Ordnung mehr oder minder konkurrierender Einrichtungen der Gewaltanwendung und -kontrolle umbaut. An die Stelle des Gewaltmonopols und des ihm zugehörigen gesamtstaatlichen Territoriums tritt ein horizontales Gefüge konkurrierender regionaler und lokaler Sicherheitsherrschaften. Zwei seiner Varianten sind die parasouveräne und die neosegmentäre Ordnung. Für Erstere ist die Entwicklung im Norden Malis seit der Zweiten Tuaregrebellion, für Letztere Somaliland aufschlussreich. |
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10. Februar 2012
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Aus Politik und Zeitgeschichte |
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Nation und Nationalismus
Der Nationalismus bleibt ein geschichtsmächtiger Faktor. Die Idee der Nation wurde zum Motor der Neugestaltung Osteuropas. Bringt der Nationalstaat im Globalisierungszeitalter ausreichend Integrationskraft auf, um die Stabilität von Gesellschaften zu gewährleisten? |
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