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Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 18-19/2005)

Editorial


Hans-Georg Golz

Als am 8. Mai 1945 nach der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht die Waffen in Europa schwiegen, waren fast 60 Millionen Menschen dem von Hitler angezettelten Zweiten Weltkrieg und dem Völkermord zum Opfer gefallen.

Flucht und Vertreibung, Hunger und Not prägten den Alltag im befreiten Deutschland. Der demokratische Wiederaufbau begann. In Aachen, seit Herbst 1944 von den Amerikanern besetzt, erschien bereits im Januar die erste freie Tageszeitung. In Berlin traf am 30. April 1945, aus Moskau kommend, die "Gruppe Ulbricht" ein, um die Weichen für eine "demokratische Umgestaltung" nach sowjetischem Vorbild zu stellen. Nach der Potsdamer Konferenz der Großen Drei war die deutsche Teilung absehbar.

Auf dem Weg, sich der doppelten deutschen Geschichte vom Ausgangsjahr 1945 an neu zu nähern, zeichnen sich in der historischen Forschung Konturen einer integrierten Nachkriegsgeschichte ab. Zahllose Neuerscheinungen auf dem Buchmarkt sowie Fernsehfilme und Dokumentationen tragen zu einer veränderten Sicht auf das Kriegsende bei. Das neue Interesse an der Zeitgeschichte äußert sich auch in einem Perspektivenwechsel: Deutsche als Opfer, das Grauen der Bombennächte an der "Heimatfront" rücken stärker ins Zentrum der Aufmerksamkeit.

Der Zeitgeschichtsboom belegt die Suche nach einem geschichtspolitischen Konsens. Wer vermeintliche "Tabus" brechen möchte, sollte die Chronologie nicht vergessen: Die deutsche (und europäische) Katastrophe begann bereits 1933. Ein breites Bündnis hat dazu aufgerufen, am 7. und 8. Mai 2005 in Berlin den Jahrestag des Kriegsendes zu feiern und für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte zu demonstrieren.
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14. März 2010
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60 Jahre Kriegsende
Editorial
Konturen einer integrierten Nachkriegsgeschichte
Mythen des Anfangs
Erinnerungen an den Luftkrieg in Deutschland und Großbritannien
Die Deutschlandplanung der Sieger
Kriegskinder in Europa
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Dossier
Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg
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Mit dem deutschen Überfall auf Polen begann am 1. September 1939 der Zweite Weltkrieg. Als er 1945 endete, lag Europa in Trümmern. Über 55 Millionen Menschen waren tot. Wie konnte es soweit kommen? Und wie sollte es weitergehen mit einem Land, das den größten Zivilisationsbruch der Geschichte begangen hatte?
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