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Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 35-36/2008)
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Die Ukraine im europäischen Migrationssytem |

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Barbara Dietz
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Seit ihrer Unabhängigkeit ist die Ukraine Teil des internationalen Migrationssystems, wobei die Bedeutung der Arbeitsmigration seit der Mitte der 1990er Jahre zugenommen hat. Neben traditionellen Immigrationsländern wie zum Beispiel Russland, wurden auch EU-Staaten - unter anderem Polen, die Tschechische Republik, die Slowakei, Ungarn, Italien und Portugal - zu Adressaten ukrainischer Arbeitswanderungen. Allerdings sind diese Migrationen aufgrund der hohen Barrieren in den westlichen Ländern häufig kurzfristig oder zirkulär. Zudem spielen illegale Wanderungen bzw. die illegale Beschäftigung von ukrainischen Arbeitsmigranten in vielen Staaten der EU eine Rolle. Unstrittig ist, dass wirtschaftliche Motive in den vergangenen Jahren im Zentrum der Wanderungsentscheidungen der Ukrainer standen. Der vergleichsweise hohe Anteil an weiblichen Migranten belegt die Einbindung der Ukraine in Wanderungsformen des Postindustrialismus, die neben Kurzfristigkeit durch eine starke Zunahme von Migrantinnen im Bereich der häuslichen Dienstleistungen, der Pflege und der Kinderbetreuung gekennzeichnet ist.
Während Russland über die Anwerbung von Arbeitskräften nachdenkt und in der EU die Regelung künftiger Arbeitswanderungen aus den neuen Nachbarstaaten im Osten auf der Agenda steht, hat sich die Ukraine in dieser Diskussion noch kaum positioniert. Dabei ist sie in besonderer Weise von den Risiken internationaler Wanderungen betroffen, zum Beispiel durch die legal ungesicherte Position vieler ukrainischer Arbeitskräfte im Ausland und die möglicherweise negativen demographischen und sozialen Folgen der Abwanderung. Allerdings stehen diesen Risiken auch erhebliche wirtschaftliche Gewinne unter anderem in Form der mittlerweile beträchtlichen Geldtransfers ukrainischer Arbeitsmigranten gegenüber. Der Internationale Währungsfonds geht davon aus, dass ukrainische Migranten allein 2006 insgesamt 830 Millionen Dollar in ihre Heimat schickten. Daher sollte es im Interesse der Ukraine sein, sich in Kooperation mit den Adressatenländern für legale Formen der Arbeitsmigration einzusetzen. Strebt die ukrainische Regierung allerdings eine Reduzierung der Arbeitswanderungen an, kann diese nur gelingen, wenn im Land soziale und wirtschaftliche Bedingungen geschaffen werden, die das Bleiben belohnen und eine Rückkehr für Arbeitsmigranten attraktiv machen. |
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10. Februar 2012
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Dossier |
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Migration
16 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund leben 2010 allein in Deutschland. Was bedeutet das für die Integration? Wie sieht das Asyl- und Zuwanderungsrecht in Europa aus, und welche globalen Trends zeichnen sich ab? |
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Die soziale Situation in Deutschland |
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Zahlen und Fakten: Migration
Migration ist in Deutschland ein Massenphänomen. Der Anteil der Personen mit Migrationshintergrund an der Gesamtbevölkerung liegt bei knapp 19 Prozent – das sind mehr als 15 Mio. Personen. |
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