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5.11.2003 | Von:
Alexandra Homolar-Riechmann

Pax Americana und gewaltsame Demokratisierung

Zu den politischen Vorstellungen neokonservativer Think Tanks

Die Außenpolitik der USA wird zur Zeit von einer Anzahl erzkonservativer "Think Tanks" bestimmt. Worin liegen ihre Ideen und Vorstellungen?

Einleitung

Seit dem Amtsantritt von Präsident George W. Bush lenken besonders die außenpolitischen Strategien der US-Administration - wie Erstschlagsdoktrin, weitreichende Demokratisierung und die Vorstellung einer dauerhaften und militarisierten Pax Americana - den Blick der Welt immer wieder auf die Vereinigten Staaten. Diese "Visionen" der strategischen Rolle der USA, vor allem von Verteidigungsminister Donald Rumsfeld und Vizepräsident Dick Cheney sowie einer Gruppe anderer hochrangiger Beamter innerhalb der Regierung[1] propagiert, werden dabei in gleicher Weise wie die Persönlichkeiten selbst mit zahlreichen so genannten neokonservativen Think Tanks in Verbindung gebracht. Doch wer sind diese Denkfabriken? Von welchen Ideenströmen werden sie geleitet?





Fußnoten

1.
Spätestens seit dem 11. 9. 2001 ist diese die dominante. Eine zweite Fraktion, der u.a. Colin Powell angehört, hatte dagegen Kontinuität mit der Außen- und Sicherheitspolitik v. a. von George Bush sen. versprochen; vgl. dazu Tom Barry/Jim Lobe, U.S. Foreign Policy-Attention, Right Face, Forward March, Foreign Policy in Focus: in: Policy Report, (April 2002), S. 1, 8; zur US-Außenpolitik unter G. W. Bush vgl. Ernst-Otto Czempiel, Weltpolitik im Umbruch. Pax Americana, Terrorismus und die Zukunft der Internationalen Beziehungen, München 2002; G. John Ikenberry, America's Imperial Ambition, in: Foreign Affairs, 81 (Sept./Okt. 2002) 5, S. 44 - 60.