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Aus Politik und Zeitgeschichte (B 51/2001)
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Islamismus in der Bundesrepublik Deutschland |

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Ursachen, Organisationen, Gefahrenpotenzial Armin Pfahl-Traughber
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Zur Person |
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Armin Pfahl-Traughber Dr. phil., Dipl.-Pol., Dipl.-Soz., geb. 1963; seit 1994 Referatsleiter und wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bundesamt für Verfassungsschutz Köln, Abteilung II: Rechtsextremismus; seit 1997 Lehrbeauftragter an der Universität zu Köln im Bereich Politische Theorie.
Anschrift: Postfach 10 28 18, 50468 Köln.
Veröffentlichungen u. a.: Konservative Revolution und Neue Rechte. Rechtsextremistische Intellektuelle gegen den demokratischen Verfassungsstaat, Opladen 1998; Rechtsextremismus in der Bundesrepublik Deutschland, 3. Aufl., München 2001.
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Sie bilden allerdings keinen homogenen Block, wie auch die Reaktionen auf die genannten Ereignisse zeigen: Eine überwiegende Mehrheit der organisierten Islamisten lehnte die Terroranschläge offiziell ab.
Lediglich eine Minderheit sah in ihnen eine angemessene Handlung gegen die als erklärter Feind geltenden USA. Das Gefahrenpotenzial islamistischer Organisationen ergibt sich jedoch nicht nur aus der Einstellung zu den verheerenden Anschlägen oder aus dem Verhältnis zur Gewalt als politischem Mittel an sich. Auch unterhalb der Schwelle politisch motivierter Militanz können sich bedenkliche Entwicklungen für eine demokratische und pluralistische Gesellschaft vollziehen. Das gesamte Ausmaß damit angesprochener Handlungsstile, vom kulturpolitischen Wirken bis zum gewalttätigen Vorgehen, lässt sich bei Islamisten in der Bundesrepublik Deutschland ausmachen.
Allein diese Einsicht verbietet eine pauschale Sicht und nötigt zu Differenziertheit in Beschreibung und Einschätzung. Gerade sie sind vor dem Hintergrund einer emotionalisierten Debatte zum Thema nötig, gilt es doch Dramatisierung ebenso wie Verharmlosung zu vermeiden. Erstere zeigt sich etwa, wenn die zu einem Glaubenskrieg aufrufende Gewaltrhetorik bestimmter Aktivisten direkt oder indirekt mit den Muslimen an sich oder den Islamisten in Gänze identifiziert wird. Verharmlosend wirkt demgegenüber die mitunter feststellbare kritiklose gesellschaftliche Akzeptanz einzelner islamistischer Organisationen als Dialogpartner durch bestimmte Politiker oder Institutionen. Eine andere - offenbar sogar dominierende - Reaktionsweise besteht in der weitgehenden Ignoranz gegenüber der Entwicklung islamistischer Organisationen. So besteht in der Mehrheit der deutschen Gesellschaft ein nicht besonders hohes Interesse an Alltagsleben, Einstellungen und Glaube der teilweise schon jahrzehntelang in der Bundesrepublik Deutschland lebenden Angehörigen ethnischer und religiöser Minderheiten.
Bestärkt wird diese Haltung durch das bewusste Abschotten der islamistischen Organisationen, die sich teilweise um die Schaffung von Parallelgesellschaften bemühen und daher kritische Einblicke in ihre wahren Absichten und Aktivitäten vermeiden wollen. Die Kombination beider Umstände führte dazu, dass es an einem breiteren und tiefgründigen öffentlichen Wissen über den politisch motivierten Islamismus weitgehend mangelt. Die Medien berichten lediglich anlassbezogen, sporadisch und eher oberflächlich; nur wenige Journalisten spezialisierten sich auf das Thema. Im wissenschaftlichen Bereich bestehen zwar einige Einrichtungen und Institute zur Islam-Forschung, die aber bisher den islamistischen Organisationen insgesamt eher geringe Aufmerksamkeit widmeten.
Einige wenige Abhandlungen stellen hier nur Ausnahmen von der Regel dar.
Kontinuierliche Berichte über das Wirken des politisch organisierten Islamismus in der Bundesrepublik Deutschland findet man bislang lediglich in den jährlichen Berichten der Ämter für Verfassungsschutz.
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09. Februar 2012
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Dossier |
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Islamismus
Seit 9/11 hat ein Wort Hochkonjunktur: Islamismus. Wer sind seine Wortführer? Welche Ziele verfolgen sie? Das Dossier führt ein in Vergangenheit und Gegenwart der extremistischen Herrschaftstheorie, die die Welt des 21. Jahrhunderts vor große Herausforderungen stellt. |
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