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Politische Bildung für Nachhaltigkeit


4.2.2004
Im Zentrum des Programms "Bildung für eine nachhaltige Entwicklung" steht die Vermittlung von Gestaltungskompetenz. Die Ergebnisse von Jugendstudien lege nahe, dass die Interessen von Kindern und Jugendlichen außerordentlich gute Anknüpfungspunkte bieten.

Einleitung



"Nachhaltige Entwicklung" (engl. sustainable development) wird seit den achtziger Jahren als normativer Handlungsrahmen für Politik, Ökonomie und Gesellschaft formuliert. Den Anlass für die Propagierung von nachhaltiger Entwicklung bilden die seit den sechziger Jahren vielfach und verstärkt beobachteten ökologischen Krisenphänomene auf der einen Seite sowie die Kritik an der ungerechten Verteilung der Lebenschancen der Menschen in der heutigen Welt auf der anderen Seite. Die Kritik am Artensterben, an Schadstoffeinträgen, am Verbrauch nicht erneuerbarer Ressourcen, an der ungerechten Verteilung der Reichtümer der Erde und an den geringen nationalen wie individuellen Entwicklungschancen in der so genannten Dritten Welt ging einher mit der Befürchtung, dass sich die Zustände eher verschlimmern als verbessern würden. Gesucht wurde daher nach einer doppelten Strategie: Es sollten einerseits die natürlichen Grundlagen für das menschliche Leben gesichert werden. Andererseits sollte dies aber nicht zum Verzicht auf ökonomische Prosperität führen (müssen), denn damit wären die Chancen der Entwicklungsländer dramatisch eingeschränkt worden, einen verbesserten Lebensstandard und Wohlfahrt für alle zu erreichen.