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Die jüdische Gemeinschaft in Deutschland nach 1945


29.11.2007
Die Konsolidierung religiösen und kulturellen Lebens in Vielfalt ist die größte Herausforderung für die jüdische Gemeinschaft in Deutschland, die sich aus sehr unterschiedlichen Gruppen zusammensetzt.

Einleitung



Sechs Jahrzehnte nach seiner fast vollständigen Zerstörung bildet das deutsche Judentum die am schnellsten wachsende jüdische Gemeinde der Welt. Als im Frühjahr 1945 die letzten Überlebenden der Konzentrationslager auf deutschem Boden befreit wurden, lag ein blühendes, neues deutsches Judentum außerhalb ihrer Vorstellungskraft. Wie kam es trotzdem innerhalb nur weniger Jahrzehnte zu dieser Entwicklung?






Um diese Frage zu beantworten, muss man zunächst die unterschiedliche Herkunft der einzelnen Gruppen innerhalb der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland in Betracht ziehen. Da sind zum einen die osteuropäischen Juden, die sich nach Kriegsende als so genannte Displaced Persons (DPs) auf deutschem Boden befanden und ihre Anwesenheit als Übergangssituation verstanden. Die wenigen, die aus dieser Gruppe blieben, sprachen davon, in Deutschland "hängengeblieben" zu sein. Daneben gab es deutsche Juden, die entweder die Lager überlebten, versteckt waren, durch die Hilfe eines nichtjüdischen Familienmitglieds überlebten oder aber aus dem Exil zurückkehrten. Eine dritte Gruppe bildeten die verschiedenen Immigranten, die seit den 1950er Jahren die Bundesrepublik Deutschland als neue Heimat wählten. Sie kamen aus solch unterschiedlichen Ländern wie Ungarn und der Tschechoslowkei, Israel und dem Iran, seit den 1990er Jahren vor allem aus der ehemaligen Sowjetunion.



 
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