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Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 12/2006)
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Gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen |

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Holger Backhaus-Maul
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Alter Wein in neuen Schläuchen? Moderne oder, wie manche meinen, modische Themen werfen die Frage auf, was ist alt und was ist neu? Und wenn es neu ist, ergibt es Sinn und stiftet es Nutzen?
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Gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen ist in Deutschland kein neues, sondern ein ausgesprochen traditionsreiches Thema. Gutes zu tun war für viele religiös geprägte und gesellschaftspolitisch inspirierte Unternehmerpersönlichkeiten und deren bisweilen unterschätzte Ehefrauen jahrzehntelang eine gepflegte kulturelle Selbstverständlichkeit.
In Deutschland sind es vor allem kleinere und mittlere Unternehmen, und hier vor allem Handwerksbetriebe, die sich besonders engagieren. Die inhaltliche Ausrichtung ihres Engagements ist zumeist diffus und basiert in der Regel auf persönlichen Kontakten vor Ort. Diese Unternehmen verhalten sich bisweilen wie Bürger, und manchmal gehen beide Rollen ineinander über und die Konturen verwischen. Dieses Engagement ist verlässlich, eine kulturelle Selbstverständlichkeit und "ein Stück gelebte soziale Marktwirtschaft". Insofern ist es in hohem Maße löblich und nicht zu kritisieren, aber es hat zugleich auch seine Grenzen: Es ist - in einem umfassenden und politischen Sinn - kein gesellschaftliches Engagement. |
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09. Februar 2012
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