Die bpbBestellenNewsletterPressePartnerImpressumKontakt

Home
   
FAQ Index
Suche

Themen
Publikationen
Arbeitsmaterialien Medien
Aus Politik und Zeitgeschichte
AV-Medienkatalog
CD-ROM/ CD/ DVD
Einzel-
publikationen
Entscheidung im Unterricht
Filmhefte
fluter
HanisauLand
Informationen zur politischen Bildung
Info aktuell
Internet-Angebote
Mobile Angebote
Karten
Pocket
Rechtsreihe
Schriftenreihe
Spicker Politik
Thema im Unterricht
Themenblätter im Unterricht
Themen und Materialien
Zeitbilder
Spiele
Sonstige
Was geht?
Suche
Veranstaltungen
Wissen
Lernen


Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 37/2006)

Gleichwertig ist nicht gleich


Eva Barlösius
Inhalt

Einleitung

Gleichwertigkeit: Gleichheit und Gleichförmigkeit

Neuinterpretation des Gleichwertigkeitspostulats

Gerechtigkeitsmaß

Soziale und räumliche Ordnung

Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse

Nachhaltige Raumentwicklung

Gleichwertigkeit jenseits von Gleichheit und Angleichung

Einleitung
Dass "gleichwertig nicht gleich" bedeutet, stellte Matthias Platzeck - der Ministerpräsident von Brandenburg - in einer Presseerklärung vom 31. Mai 2004 ebenso prägnant wie resolut fest. Seine Feststellung richtete sich keineswegs an ganz Brandenburg, sondern nur an die Bewohner bestimmter Teilgebiete: die entlegenen Landstriche, welche das Pech haben, nicht die Metropole Berlin zu umsäumen. Entsprechend fuhr erfort: "Wir haben zu konstatieren, dass nicht in allen Dörferngleich gefördert werden kann."[1] Was Gleichwertigkeit jenseits von Gleichheit heißen könnte, ließ er offen. Allerdings war für jeden erkennbar, dass Platzeck mit seiner Feststellung "gleichwertig ist nicht gleich" auf die "Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse" anspielte, welche in Artikel 72 Absatz 2 Grundgesetz (GG) formuliert ist.[2]

Zur Person
Eva Barlösius
Dr. phil., geb. 1959; Professorin für Soziologie an der Universität Duisburg-Essen; FB Bildungswissenschaften, Allgemeine Soziologie, 45117 Essen.
E-Mail: eva.barloesius@uni-due.de

Diese war bisher als Postulat - also als politische Anweisung - verstanden worden, "zurückgebliebene Regionen" so zu entwickeln, dass diese zu den "fortgeschrittenen" aufschließen, am "Prozess der Modernisierung" teilhaben und insbesondere von den Gütern und Verwirklichungschancen[3] der Moderne ebenso profitieren wie jene Gebiete, welche die Spitze der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung bilden. Als wichtiger Schritt in diese Richtung galt es, die Lebensverhältnisse in benachteiligten an die in bevorzugten Regionen anzugleichen. Überall - in Essen, Leipzig, München, in Oberbayern, im Emsland oder in der Uckermark - sollte für eine bestimmte Anzahl von Menschen die gleiche Ausstattung mit Schulen, Krankenhäusern, Schwimmbädern, Kindergartenplätzen, Frei- und Hallenbädern etc., aber auch mit Arbeits- und Ausbildungsplätzen vorhanden sein, um den dort Lebenden auf diese Weise - nämlich per Gleichverteilung - gleichwertige Lebensverhältnisse zu bieten.[4] Getragen wurde die Unterstützung "hinterherhinkender Gebiete" von der Überzeugung, dass sich damit die Ungleichzeitigkeiten im Entwicklungsprozess alsbald beheben ließen.

Themen | Wissen | Veranstaltungen |
Publikationen | Lernen |
Die bpb | Bestellen | Newsletter | Presse | Partner |
Impressum | Datenschutz | Kontakt | Home
10. Februar 2012
Druck-Version
Artikel versenden
PDF-Version
Inhalt
Bild vergrößern
Ländlicher Raum
Editorial
Peripherisierung ländlicher Räume - Essay
Territoriale Ungleichheit - eine Erkundung
Gleichwertig ist nicht gleich
Landwirtschaft und Entwicklung ländlicher Räume
Umbruch der Agrarverfassung und Zerfall der ländlichen Gesellschaft
Lexikonsuche
Suchwort:
Lexika:
Dossier
Demografischer Wandel in Deutschland
Demografischer Wandel in Deutschland
Demografische Entwicklung und fortschreitender Strukturwandel verändern unsere Gesellschaft schon heute spürbar. Damit steigt auch der Druck auf politische und soziale Strukturen – mit Folgen für die Zukunft Deutschlands in Ost und West.
Demografischer Wandel in Deutschland