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Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 44-45/2006)
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Soziale Milieus und Gesellschaftspolitik |

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Michael Vester
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Die Bundestagswahl 2005 hatte eine Neubesinnung auf die gesellschaftspolitischen Orientierungen der Bevölkerung zur Folge. Das Wahlergebnis war nicht nur ein Schock für die Volksparteien, die von den 38,5 % des Jahres 2002 auf 35,2 % (CDU/CSU) bzw. 34,2 (SPD) zurückfielen. Es war auch eine Überraschung für die Meinungsforschung, die lange einen hohen Sieg der Union und eine noch größere Niederlage der SPD vorausgesagt hatte. Zur Erklärung dieses Desasters konkurrieren zwei Thesen miteinander. In beiden wird davon ausgegangen, dass es in den Monaten vor der Bundestagswahl extrem viele Unentschiedene unter den Wahlberechtigten gab. Dies wird zum einen mit der Auflösung langfristiger Parteibindungen (Erosionsthese), zum anderen mit der Enttäuschung der durchaus fortbestehenden Parteiklientele über einen Kurswechsel "ihrer" Parteien (Enttäuschungsthese) erklärt.
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10. Februar 2012
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