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Medienfreiheit

Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 38/2006)

Medienfreiheit

Wenn die Öffentlichkeit mit brutalen Bildern geschockt wird oder Maßstäbe ins Rutschen geraten, wird er laut: der Ruf nach ethischen Prinzipien. Dabei muss Berichterstattung abwägen zwischen dem Recht auf Information der Öffentlichkeit und dem Schutz des individuellen Persönlichkeitsrechts.

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    "Der endgültig entfesselte Prometheus, dem die Wissenschaft nie gekannte Kräfte und die Wirtschaft den rastlosen Antrieb gibt, ruft nach einer Ethik, die durch freiwillige Zügel seine Macht davor zurückhält, dem Menschen zum Unheil zu werden." Könnten die Überlegungen des Philosophen Hans Jonas zum "Prinzip Verantwortung" auch die Ethikdebatte im Journalismus befruchten? Oder reicht eine freiwillige Selbstkontrolle der Medien als Korrektiv aus?

    Der Ruf nach ethischen Prinzipien wird immer dann laut, wenn die Öffentlichkeit mit brutalen Bildern geschockt wird oder Maßstäbe ins Rutschen geraten. Dabei gilt es abzuwägen zwischen dem Recht auf Information der Öffentlichkeit und dem Schutz des individuellen Persönlichkeitsrechts. Der "Kampf um die Bilder" und der hohe Konkurrenz- und Quotendruck scheint enorm zu sein.



    Seiten: 40, Erscheinungsdatum: 18.09.2006, Erscheinungsort: Bonn

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