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Neue Kriege

Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 46/2009)

Neue Kriege

Die meisten Kriege sind heute innerstaatliche Konflikte, die ohne den Sieg einer Seite enden. Die Konfliktparteien bleiben nach Kriegsende politische und soziale Akteure, was die Friedenskonsolidierung oft erschwert.

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    Einige Politikwissenschaftler konstatieren einen Gestaltwandel des Krieges seit dem Ende des Ost-West-Konflikts, wofür sich der Topos "Neue Kriege" etabliert hat, der aber gleichwohl kontrovers diskutiert wird. Die große Mehrheit der Kriege sind heute innerstaatliche Konflikte, das heißt unkonventionelle Bürgerkriege und Aufstände, die zunehmend um die Loyalität der Bevölkerung geführt werden, militärische Gewalt hat an Bedeutung verloren.

    Zwar ist seit 1992 die Zahl der Kriege stark zurückgegangen, aber zugleich ist die Wahrscheinlichkeit gestiegen, dass Kriege wieder aufflammen, da Konfliktparteien oft auch nach Kriegsende politische oder soziale Akteure bleiben. Erschwert wird die Friedenskonsolidierung auch dann, wenn die Strukturen Bestand haben, welche zur Finanzierung der Kämpfe beigetragen haben.



    Seiten: 40, Erscheinungsdatum: 09.11.2009, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 7946

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