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Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 39/2007)
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Nation-building in Afghanistan |

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Matin Baraki
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Es ist eine historische Tatsache, dass keine afghanische Regierung jemals in der Lage war, das ganze Staatsgebiet zu kontrollieren. Selbst der als "eiserner Amir" berüchtigte Abdul Rahman (1880 bis 1901) mit seinem landesweit operierenden Geheimdienstapparat hatte dies nicht vermocht. Dennoch gab es über einen längeren Zeitraum relativ funktionsfähige staatliche Strukturen und Institutionen am Hindukusch. Erst als 1978 nationalorientierte Offiziere der afghanischen Armee einen Militäraufstand inszenierten, die Führung der Demokratischen Volkspartei (DVPA) aus den Gefängnissen befreiten und ihnen die Regierungsverantwortung überlassen hatten, begann schrittweise eine Destabilisierung des Landes.
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Zur Person |
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Matin Baraki Dr. phil., geb. 1947; Lehraufträge für internationale Politik an den Universitäten Marburg, Gießen und Kassel; Mitglied des Zentrums für Konfliktforschung an der Universität Marburg, Institut für Politikwissenschaften, Wilhelm-Röpke-Str. 6,
35032 Marburg.
E-Mail: baraki@staff.uni-marburg.de
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Die Zerstörung der staatlichen Strukturen Afghanistans nahm 1979 ihren Anfang. Der ehemalige CIA-Direktor Robert Gates und derzeitige US-Verteidigungsminister schrieb in seinen Memoiren, dass die US-Geheimdienste mit der Unterstützung der afghanischen Islamisten bereits sechs Monate vor der sowjetischen Intervention Ende 1979 begonnen hätten. Auch der Sicherheitsberater des US-Präsidenten Jimmy Carter, Zbigniew Brzezinski, bestätigte, dass dieser am 3. Juli 1979 die erste Direktive über die geheime Unterstützung der islamistischen Opposition gegen die Regierung in Kabul unterzeichnet hatte. Am 27. Dezember 1979 folgte die sowjetische Intervention. Damit wurde der Afghanistan-Konflikt internationalisiert und zum Objekt der rivalisierenden Weltmächte. Die Folge war ein unabsehbarer Zerfallsprozess der staatlichen Strukturen, der immer noch andauert. |
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09. Februar 2012
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Schriftenreihe |
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Pakistan
Herrscherdynastien und uniformierte Politiker prägen Pakistan. Bevölkerung und Staat sind am Ende die Verlierer der elitären Machtspiele. Zugleich kämpft Pakistan gegen islamistische Extremisten. Wie sieht die Zukunft des Landes aus? |
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Dossier |
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Islamismus
Seit 9/11 hat ein Wort Hochkonjunktur: Islamismus. Wer sind seine Wortführer? Welche Ziele verfolgen sie? Das Dossier führt ein in Vergangenheit und Gegenwart der extremistischen Herrschaftstheorie, die die Welt des 21. Jahrhunderts vor große Herausforderungen stellt. |
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