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Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 28/2008)
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Exzessiver Alkoholkonsum Jugendlicher - Auswege und Alternativen |

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Heidi Kuttler
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Eine 2004 im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit erstellte Studie dokumentierte erstmals auf Bundesebene einen neuen, problematischen Trend unter Kindern und Jugendlichen: Im Zeitraum 1999 bis 2002 hatte sich die Anzahl von 10- bis 19-Jährigen, die aufgrund einer schweren Alkoholintoxikation (Alkoholvergiftung) in bundesdeutschen Kliniken behandelt werden mussten, signifikant erhöht. Eine Studie mit 17 ausgewählten Kliniken belegte beispielsweise einen Anstieg von 162 auf 350 Fälle jährlich, wobei der Anstieg bei den Mädchen ausgeprägter verlief als bei den Jungen. Der Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung 2008 veranschaulicht die unveränderte Aktualität der Problematik. Die Zahl von 10- bis 20-Jährigen mit akuter Alkoholintoxikation im Krankenhaus hat sich zwischen 2000 und 2006 von 9 500 auf 19 500 mehr als verdoppelt. Es ist denkbar, dass ein Teil des dokumentierten Anstiegs auf die erhöhte Sensibilität des sozialen Umfeldes im Zuge der breiten medialen Berichterstattung zur Problematik zurückgeht. Das Wissen um mögliche Todesfälle kann dazu führen, dass der Notarzt früher gerufen wird - wodurch die Problematik heute statistisch besser erfasst wird.
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Seit 2005 ist auch das so genannte "Binge Drinking" - der rasche Konsum von mehr als fünf Getränken bei einem Trinkanlass - stark angestiegen. Während 2005 noch 20 Prozent der Jugendlichen ein Mal im letzten Monat dieses Konsumverhalten zeigten, waren es 2007 schon 26 Prozent. |
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09. Februar 2012
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Aus Politik und Zeitgeschichte |
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Gesellschaft und Sucht
Neben "stofflichen" Süchten, wie die der Nikotin-, Alkohol- und Drogenabhängigkeit, gibt es "nichtstoffliche" Süchte wie Arbeits-, Kauf-, Mager-, Spiel- oder Sexsucht. Diese "sauberen" Süchte werden allerdings weniger wahrgenommen. |
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