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Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 28/2008)

Exzessiver Alkoholkonsum Jugendlicher - Auswege und Alternativen


Heidi Kuttler
Inhalt

Einleitung

Alkoholkonsum mit lebensbedrohlichen Folgen

Trinken aus Spaß und Zeitvertreib

Erwachsene - wenig vorbildlich

Spirituosen als trendige Spaßgetränke

Jugendliche brauchen Freiräume - und Geborgenheit

Prävention auf unterschiedlichen Ebenen

Kommunale Präventionsansätze

Alkoholprävention als Alltagshandeln

Zusammenarbeit von Medizin und Pädagogik - eine Chance für die Prävention

Erster Kontakt am Krankenbett

Der Reiz von Rausch und Risiko

Die Chance von Frühintervention

"Wer trinkt sich ins Krankenhaus?"

Prognos: Wie HaLT funktioniert

Von der lokalen Initiative zum Bundesmodellprojekt

Trendwende als Ziel

Einleitung
Eine 2004 im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit erstellte Studie dokumentierte erstmals auf Bundesebene einen neuen, problematischen Trend unter Kindern und Jugendlichen: Im Zeitraum 1999 bis 2002 hatte sich die Anzahl von 10- bis 19-Jährigen, die aufgrund einer schweren Alkoholintoxikation (Alkoholvergiftung) in bundesdeutschen Kliniken behandelt werden mussten, signifikant erhöht. Eine Studie mit 17 ausgewählten Kliniken belegte beispielsweise einen Anstieg von 162 auf 350 Fälle jährlich, wobei der Anstieg bei den Mädchen ausgeprägter verlief als bei den Jungen.[1] Der Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung 2008 veranschaulicht die unveränderte Aktualität der Problematik. Die Zahl von 10- bis 20-Jährigen mit akuter Alkoholintoxikation im Krankenhaus hat sich zwischen 2000 und 2006 von 9 500 auf 19 500 mehr als verdoppelt.[2] Es ist denkbar, dass ein Teil des dokumentierten Anstiegs auf die erhöhte Sensibilität des sozialen Umfeldes im Zuge der breiten medialen Berichterstattung zur Problematik zurückgeht. Das Wissen um mögliche Todesfälle kann dazu führen, dass der Notarzt früher gerufen wird - wodurch die Problematik heute statistisch besser erfasst wird.

Zur Person
Heidi Kuttler
Diplompädagogin, geb. 1962; Leiterin Villa Schöpflin - Zentrum für Suchtprävention, Initiatorin des HaLT-Projektes, Franz-Ehret-Str. 7, 79541 Lörrach;
E-Mail: heidi.kuttler@bw-lv.de
Internet: www.villa-schoepflin.de

Seit 2005 ist auch das so genannte "Binge Drinking" - der rasche Konsum von mehr als fünf Getränken bei einem Trinkanlass - stark angestiegen. Während 2005 noch 20 Prozent der Jugendlichen ein Mal im letzten Monat dieses Konsumverhalten zeigten, waren es 2007 schon 26 Prozent.[3]
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09. Februar 2012
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Droge Alkohol
Editorial
Alkohol - der Kampf um die Attribute
Alkoholsucht und Familie - Kinder in suchtbelasteten Familien
Exzessiver Alkoholkonsum Jugendlicher - Auswege und Alternativen
Neue Forschungsergebnisse zur Alkoholabhängigkeit
Alkohol im Spannungsfeld von kultureller Prägung und Problemverhalten
Alkoholismus
Alkohol am Arbeitsplatz
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Aus Politik und Zeitgeschichte
Gesellschaft und Sucht
Gesellschaft und Sucht
Neben "stofflichen" Süchten, wie die der Nikotin-, Alkohol- und Drogenabhängigkeit, gibt es "nichtstoffliche" Süchte wie Arbeits-, Kauf-, Mager-, Spiel- oder Sexsucht. Diese "sauberen" Süchte werden allerdings weniger wahrgenommen.
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