APUZ Dossier Bild
1 | 2 | 3 | 4 | 5 Pfeil rechts

Christen in der islamischen Welt


12.6.2008
Im Vorderen Orient ist das Christentum die einzige verbliebene Religion mit numerischem Gewicht außerhalb des Islam. Unter welchen Bedingungen leben die christlichen Ethnien im Orient?

Einleitung



Der Vordere Orient wurde im 20. Jahrhundert zunehmend islamisiert. Herrschte einst ein lebhaftes Miteinander von Islam, Christentum, Judentum, Zoroastriern, Buddhismus und Mischreligionen wie Baha'i und Jeziden, so reduzierte sich die Präsenz der von alters her beheimateten Religionen.




Seit ab Mitte des Jahrhunderts auch die Juden infolge des Palästinakonflikts die Staaten der islamischen Welt verließen, blieben allein die Christen in nennenswerter Zahl. Der religiösen Verkümmerung des Vorderen Orients, der Reduktion auf die Angehörigen nur noch einer der Weltreligionen, stehen in den Ländern des muslimischen Herrschaftsbereiches nur noch die Christen als öffnender Faktor entgegen, der zu allen Bestrebungen, die auf religiöse Engführung zielen, in Widerspruch geraten muss.[1]


Fußnoten

1.
Der Text basiert auf meinem Buch: Christen in der islamischen Welt. Von Mohammed bis zur Gegenwart, München 2008. Dort wird auch weiterführende Literatur genannt.