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Aus Politik und Zeitgeschichte (B 27/2001)
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Neue Formen gespaltener Elternschaft |

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Matthias Kettner
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Die Fortpflanzungsmedizin
muss zwei tendenziell gegenläufigen Forderungen nachkommen. Einerseits wird Hilfestellung bei der Verhinderung von Schwangerschaften erwartet, die aus ganz unterschiedlichen Gründen unerwünscht sind. Andererseits soll die Fortpflanzungsmedizin mit Hilfe medizinisch-technischer Behandlungen und Hilfsmittel den Wunsch nach eigenen Kindern in Erfüllung gehen lassen. Aber nicht nur diese beiden Zwecke bestimmen das Feld der Fortpflanzungsmedizin. Die spezifischen Forderungen werden zusammengehalten durch eine dritte, für die gesamte medizinische Profession charakteristische Forderung: Die Medizin soll krankheitsbedingtes Leiden lindern und - vor allem - durch die Behandlung und Verhinderung von Krankheit zur Gesunderhaltung beitragen. Die folgenden Überlegungen sollen zur Klärung der Frage beitragen, warum die Fortschritte der Fortpflanzungsmedizin so heftig umstritten sind, wie es politische, bioethische und kulturkritische Debatten gerade in jüngster Zeit belegen.
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Zur Person |
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Matthias Kettner Dr. phil. habil., geb. 1955; Studium der Philosophie und Psychologie in Frankfurt/M., Heidelberg und Madison/Wisconsin; seit 1994 Mitarbeiter am Kulturwissenschaftlichen Institut (www.kwi-nrw.de) in Essen; zur Zeit Lehrstuhlvertretung für praktische Philosophie am philosophischen Institut der Frankfurter Universität.
Anschrift: Kulturwissenschaftliches Institut, Goethestr. 31, 45128 Essen.
E-Mail: kettner@em.uni-frankfurt.de
Veröffentlichungen u. a.: (Hrsg.) Beratung als Zwang, Frankfurt/M. 1999; (Hrsg.) Angewandte Ethik als Politikum, Frankfurt/M. 2000.
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14. März 2010
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Aus Politik und Zeitgeschichte |
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Biopolitik
Die Neuerungen auf den Gebieten der Bio- oder Nanotechnologie haben die Frage nach möglichen Grenzen wissenschaftlichen Handelns aufgeworfen. Aber was nützt ein Verbot in Deutschland, wenn gen- und biotechnische Forschungen überall sonst erlaubt sind? |
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