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Aus Politik und Zeitgeschichte (B 27/2001)

Neue Formen gespaltener Elternschaft


Matthias Kettner
Inhalt

Einleitung

I. Fortpflanzungsmedizin und "Reprogenetik"

II. Leiblichkeit und Gesellschaft

III. Gender-Asymmetrien in der Bewertung gespaltener Elternschaft

IV. Keine Experimente! Oder vielleicht doch?

V. Kinderwunsch und Kernfamilie

VI. Dialektik der Reprogenetik

Einleitung
Die Fortpflanzungsmedizin [1] muss zwei tendenziell gegenläufigen Forderungen nachkommen. Einerseits wird Hilfestellung bei der Verhinderung von Schwangerschaften erwartet, die aus ganz unterschiedlichen Gründen unerwünscht sind. Andererseits soll die Fortpflanzungsmedizin mit Hilfe medizinisch-technischer Behandlungen und Hilfsmittel den Wunsch nach eigenen Kindern in Erfüllung gehen lassen. Aber nicht nur diese beiden Zwecke bestimmen das Feld der Fortpflanzungsmedizin. Die spezifischen Forderungen werden zusammengehalten durch eine dritte, für die gesamte medizinische Profession charakteristische Forderung: Die Medizin soll krankheitsbedingtes Leiden lindern und - vor allem - durch die Behandlung und Verhinderung von Krankheit zur Gesunderhaltung beitragen. Die folgenden Überlegungen sollen zur Klärung der Frage beitragen, warum die Fortschritte der Fortpflanzungsmedizin so heftig umstritten sind, wie es politische, bioethische und kulturkritische Debatten gerade in jüngster Zeit belegen.

  • PDF-Version: 1004 KB


  • Zur Person
    Matthias Kettner
    Dr. phil. habil., geb. 1955; Studium der Philosophie und Psychologie in Frankfurt/M., Heidelberg und Madison/Wisconsin; seit 1994 Mitarbeiter am Kulturwissenschaftlichen Institut (www.kwi-nrw.de) in Essen; zur Zeit Lehrstuhlvertretung für praktische Philosophie am philosophischen Institut der Frankfurter Universität.

    Anschrift: Kulturwissenschaftliches Institut, Goethestr. 31, 45128 Essen.
    E-Mail: kettner@em.uni-frankfurt.de

    Veröffentlichungen u. a.: (Hrsg.) Beratung als Zwang, Frankfurt/M. 1999; (Hrsg.) Angewandte Ethik als Politikum, Frankfurt/M. 2000.
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    14. März 2010
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    Gentechnik - Biopolitik
    Editorial
    Forschung an humanen Stammzellen: ethische und juristische Grenzen
    Die Stammzellforschung - Sachstand und ethische Problemstellungen
    Zur Problematik der Präimplantations-
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    Vom genetischen Wissen zum sozialen Risiko: Gendiagnostik als Instrument der Biopolitik
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    Fortpflanzungsmedizin im europäischen Rechtsvergleich
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