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Aus Politik und Zeitgeschichte (B 41-42/2000)
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Medienethik |

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Der Wertediskurs über Medien ist unverzichtbar Rüdiger Funiok
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Man spricht heute von einem gestiegenen 'Ethik-Bedarf': Man wünscht sich eine unbestechliche, überparteiliche Instanz, die darüber befindet, was in Bereichen, in denen ständig neue Handlungs- und Entscheidungsmöglichkeiten entstehen, als moralisch geboten, verboten oder erlaubt gelten darf. Früher erwartete man solche Kriterien von den Religionen, heute von der Ethik. Wie geht die Ethik dabei vor? Ist sie mit diesen hohen Erwartungen nicht überfordert? Diese Fragen stellen sich verstärkt für die Medienethik - eine erst im Aufbau befindliche Bereichsethik, für welche es im deutschen Sprachraum zwar eine wachsende Zahl von Aufsätzen
und Dissertationen
gibt, ein systematischer Entwurf jedoch noch aussteht. Und es lassen sich eine Reihe von Stolpersteinen und Schwierigkeiten nennen, welche die Medienethik dabei zu lösen hat.
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Zur Person |
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Rüdiger Funiok Dr. phil., geb. 1942; Professor für Kommunikationswissenschaft und Erwachsenenpädagogik an der Hochschule für Philosophie München.
Anschrift: Institut für Kommunikation und Medien an der Hochschule für Philosophie, Kaulbachstr. 31a, 80539 München
E-Mail: funiok@hfph.mwn.de
Homepage: www.netzwerk-medienethik.de
Veröffentlichungen u. a.: (Hrsg. zus. mit U.F. Schmälzle/C.H. Werth) Medienethik - die Frage der Verantwortung, Bonn 1999.
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Es gibt jedoch auch gesichertes Terrain. Zu ihm gehört eine konsensfähige wissenschaftliche Standortbestimmung der Medienethik (Teil II). Von vielen geteilt wird auch die Frage nach der Verantwortung in den vielfältigen Formen des Medienhandelns (Teil III), obwohl dabei weitere Differenzierungen nötig werden. Sodann sollen einige aktuelle Herausforderungen an die Medienethik benannt und erste Antworten aufgezeigt werden (Teil IV). Den Abschluss bilden Hinweise auf ethisch argumentierende Stellungnahmen wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Institutionen (Teil V). |
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10. Februar 2012
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