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fluter (Nr. 32)

Eigentum



Herausgeber Bundeszentrale für politische Bildung
Erscheinungsdatum Oktober 2009
Erscheinungsort Bonn
Bestellnummer 5832
Bereitstellungs-
pauschale
 
0,00 EUR

Inhalt
Wem gehört was, wie lange, mit welchen Rechten und Pflichten? Was ist mit den Anderen? Die Regelung der Eigentumsverhältnisse war und ist ein umkämpftes Terrain. Hier wird über die Verteilung von Ressourcen, Handlungsmöglichkeiten, Gewinnen und Verlusten vorentschieden. Das Ganze bewegt sich zwischen den Polen Privat- und Gemeineigentum, dem Streben nach Gewinn und der Wahrung des Allgemeinwohls. Werte wie Fortschritt, freies Unternehmertum, Individualismus, Status, Freiheit, aber auch soziale Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit, innerer und äußerer Frieden geben dabei die Matrix für die öffentlichen Kontroversen ab. Die geltenden Eigentumsregimes unterliegen tektonischen Verschiebungen, die durchaus aufs Ganze des gesellschaftlichen Zusammenhangs gehen können. fluter hat einen Blick auf die komplexe Wirklichkeit des Eigentums geworfen.

Wenn freie Bauern (Ur- bzw. Vorbilder freien Unternehmertums) zu abhängigen Lizenznehmern des Saatgutes aus den Händen eines globalen Konzerns werden, löst sich das Privateigentum an Land angesichts der neofeudalen Verwertungsbedingungen auf in eine leere Behauptung. Ein postmodernes Lehnswesen ist im Entstehen. Dazu passen die massiven Landkäufe global operierender Unternehmen, die die lokale Landwirtschaft und Ernährungssituation ganzer Länder umwälzen. Auch der Wettlauf um knapper werdende Bodenschätze ist weiter in vollem Gang, der überwunden geglaubte Konflikt ganzer Staaten um riesige Territorien hat inzwischen die Meerestiefen und das einstmals ewige Eis erreicht.

Aber auch eine Renaissance der Gemeingüter, der Allmende ist möglich. Nötig wäre sie allemal. In den Bereichen der digitalisierten und weltweit vernetzten Kulturen und Wissenszirkulation zeichnen sich neue, faszinierende Möglichkeiten ab, Ressourcen intelligent und effizient zu teilen und zu verteilen. Das muss nicht ohne Gewinn und private Eigentumsanteile bleiben. Aber auch hier ist noch vieles offen: Was ist mit den Interessen der Autoren, Musiker und anderer Urheber? Was kann gegen die sogenannte "Tragik der Allmende" unternommen werden? Denn wenn etwas vermeintlich Allen gehört, ist oft niemand verantwortlich, ist die Übernutzung, Verwahrlosung nicht weit.

Die einzelnen Artikel als PDF-Version:

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10. Februar 2012
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