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Aus Politik und Zeitgeschichte (B 12-13/2004)
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Zeitungsmarkt in der Krise - ein Fall für die Medienregulierung |

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Horst Röper
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Die Zeitungsbranche steckt in einer Krise. Seit Anfang 2001 gehen die Werbeeinnahmen der Verlage deutlich zurück. Auch auf dem Lesermarkt haben Tageszeitungen Probleme: Die Gesamtauflage sinkt schon seit Jahren, wenngleich nur sehr langsam. Die Großverlage gehen davon aus, dass die Reste der einstigen Zeitungsvielfalt nur durch wirtschaftlich starke Unternehmen gesichert werden können, und fordern mehr Freiraum für Fusionen durch ein novelliertes Kartellrecht.
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Zur Person |
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Horst Röper
Medienwissenschaftler, geb. 1952; Geschäftsführer des Formatt-Instituts in Dortmund.
Anschrift: Formatt-Institut, Baroper Str. 310B, 44227 Dortmund.
E-Mail: formatt-institut@t-online.de
Veröffentlichungen zu Medienthemen, insbesondere zu Medienpolitik und -ökonomie. Autor von Aufsatzreihen in der Fachzeitschrift Media Perspektiven: Formationen deutscher Medien-Multis, zuletzt für 2002, in: Media Perspektiven, 15 (2002) 9, S. 406 - 43; Zeitungsmarkt, zuletzt für 2002: Wirtschaftliche Krise und steigende Konzentration, in: Media Perspektiven, 15 (2002) 10, S. 478 - 490.
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Deutlicher als die Bilanzen einzelner Verlage, die Einstellung von Themenseiten, ganzen Beilagen und Lokalausgaben oder die wiederkehrenden Entlassungswellen selbst bei den renommiertesten Titeln zeigen die Einbußen der Tageszeitungen auf dem Werbemarkt, wie es um die Branche steht: Gegenüber dem Jahr 2000 hatten die Tageszeitungen bereits bis Ende 2002 ein Viertel ihrer Werbeeinnahmen verloren. Dieser Negativtrend hat sich auch 2003 fortgesetzt, wenngleich für das vergangene Jahr noch keine verlässlichen Zahlen vorliegen. Deutete zu Beginn der Krise im Jahr 2001 noch vieles darauf hin, dass die Verluste auf dem Werbemarkt konjunkturell begründet seien, zeichnet sich inzwischen immer deutlicher ab, dass die Tageszeitungen in einer strukturellen Krise stecken. Allein das Verhältnis der beiden Faktoren zueinander wird von den Verlagen unterschiedlich interpretiert. |
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10. Februar 2012
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