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26.6.2008 | Von:
Michael Klein

Alkoholsucht und Familie - Kinder in suchtbelasteten Familien

In Deutschland sind mehr als 2,6 Millionen Kinder und Jugendliche von der Alkoholstörung eines Elternteils betroffen. Sie unterliegen einem erhöhten Risiko für Suchtkrankheiten und psychische Störungen und gelten als die größte Risikogruppe für die Suchtprävention.

Einleitung

Kinder von Suchtkranken gelten als die übersehene Gruppe im familiären Umfeld der Sucht. Nach aktuellen Untersuchungen[1] sind dies in der Bundesrepublik Deutschland 2,65 Millionen Kinder und Jugendliche im Alter bis zu 18 Jahren - zeitweise oder während der gesamten Kindheit und Jugend.




Durch die hohe Zahl der betroffenen Kinder und Jugendlichen ist das Thema "suchbelastete Familien" in Deutschland inzwischen für Familienpolitik und public health-Interventionen als prioritär einzuschätzen.

Fußnoten

1.
Vgl. Michael Klein, Kinder aus alkoholbelasteten Familien - Ein Überblick zu Forschungsergebnissen und Handlungsperspektiven, in: Suchttherapie, (2002) 2, S. 118-124; ders., Kinder und Jugendliche aus alkoholbelasteten Familien. Stand der Forschung, Situations- und Merkmalsanalyse, Konsequenzen, 2005 Regensburg (Schriftenreihe Angewandte Suchtforschung, Bd. 1); ders., Kinder aus alkoholbelasteten Familien, in: ders. (Hrsg.), Kinder und Suchtgefahren. Risiken - Prävention - Hilfen, Stuttgart 2008, S. 114-127.