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USA

Aus Politik und Zeitgeschichte (B 46/2003)

USA

Von einer neuen Harmonie zwischen Deutschland und den USA kann nur oberflächlich gesprochen werden. Zu verschieden bleiben die politischen Ansichten.

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    Die Eiszeit in den deutsch-amerikanischen Beziehungen ist seit dem Treffen zwischen Bundeskanzler Gerhard Schröder und US-Präsident George W. Bush am Rande der UN-Vollversammlung am 24. September offiziell für beendet erklärt worden. Von einer Harmonie wie in früheren Zeiten kann jedoch keine Rede sein. Zu tief sitzt die Verärgerung der US-Administration über Äußerungen deutscher Politiker über Präsident Bush und über die Weigerung der Schröder-Regierung, sich am umstrittenen Irakkrieg zu beteiligen.

    Anstatt die unterschiedlichen politischen Positionen aufzuarbeiten, wurden sie diplomatisch unter den Teppich gekehrt. Dies dürfte den bilateralen Beziehungen auf Dauer nicht förderlich sein. Neben den außenpolitischen Verwerfungen gibt es einige inneramerikanische Entwicklungen, die zu tiefer Besorgnis Anlass geben, etwa der große Einfluss einer kleinen Gruppe radikaler "Neokonservativer" auf den politischen Entscheidungsprozess, die Machtzunahme christlicher Fundamentalisten auf die Bush-Regierung sowie die enge Kooperation mit dem neuen militärisch-industriellen Komplex.



    Seiten: 48, Erscheinungsdatum: 10.11.2003, Erscheinungsort: Bonn

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