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Coverbild Die inszenierte Empörung

Themen und Materialien

Die inszenierte Empörung – Der 9. November 1938

Die "Reichspogromnacht" stellt einen vorläufigen Höhepunkt der Judenverfolgung im nationalsozialistischen Deutschland dar, die schlussendlich in den Vernichtungslagern ihren Zielpunkt fand. Die vorliegenden Materialien sollen dazu dienen, einen Projekttag zum 9. November 1938 zu ermöglichen.

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Inhalt

Der 9. November 1938 ist ein einschneidendes Datum in der deutschen Geschichte des zwanzigsten Jahrhunderts. Die "Reichspogromnacht" stellt einen vorläufigen Höhepunkt der Judenverfolgung im nationalsozialistischen Deutschland dar – eine Verfolgung, die mit der Boykottaktion 1933 ihre erste systematische reichsweite Öffentlichkeit hatte, die sich in den Nürnberger Gesetzen 1935 eine "Rechtsform" gab und die schlussendlich in den Vernichtungslagern ihren Zielpunkt fand.

Die vorliegenden Materialien sollen dazu dienen, einen Projekttag zum 9. November 1938 zu ermöglichen. Bereitgestellt werden in 5 Kapiteln Grundinformationen (Kap. 1) sowie ausgewählte Quellen und Materialien (Kap. 2-5) zu Vorgeschichte, Ablauf und Folgen des Novemberpogroms und zu seiner historischen Einordnung in den Kontext der NS-Judenpolitik.

Kap. 1: Hier finden Sie Grundinformationen zum Forschungsstand und zur Quellenlage. Des Weiteren werden didaktische Hinweise zum Material und zur Projekttagsmethode gegeben. Am Ende des Kapitels steht eine Bibliographie wichtiger Literatur zum Thema.
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Kap. 2: Das Kapitel stellt die Bilanz der Pogromereignisse im Überblick dar. So wird deutlich, dass das reichsweite Ereignis weit mehr als Glasscherben zur Folge hatte. Dokumentiert wird neben materiellen Zerstörungen, vor allem die (un-)menschliche Dimension des Pogroms.
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Kap. 3: Im Zentrum des Kapitels stehen Opfer, Täter und Zuschauer. Die jeweilige Erfahrung wird über authentische Berichte und Schilderungen erfahrbar. Die dokumentierten menschlichen Schicksale und die Motive der Handelnden stehen dabei exemplarisch für andere.
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Kap. 4: Das Kapitel dokumentiert die Bemühungen des Regimes, die Pogromereignisse als spontane Reaktion der Bevölkerung zu inszenieren und so die Schuld auf die Opfer selbst zu verschieben. Die Dokumente sprechen eine andere Sprache. Die Urheber aus der NSDAP hatten nur auf eine Gelegenheit zu einer "Aktion" gewartet.
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Kap. 5: Die Pogromereignisse des November 1938 stehen im Kontext der NS-Judenpolitik. Das Kapitel stellt diesen Kontext her und bietet den Lernenden die Möglichkeit zur eigenen Stellungnahme. In einem größeren Zusammenhang geht es dabei um Intentionalismus und Strukturalismus als Erklärungsansätze für die Politik des NS-Regimes gegenüber den deutschen und europäischen Juden.
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Einzeldokumente aus dem Lehrwerk (Faksimiles in hoher Auflösung):

Zu Kapitel 3
M 11: Bericht eines SA-Mannes über seine Teilnahme an der Pogromnacht, Brühl
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Zu Kapitel 4

Zu Kapitel 5
M 33: Verordnung über eine Sühneleistung der Juden deutscher Staatsangehörigkeit (12. November 1938)
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Seiten: 0, Erscheinungsdatum: 2010, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 0, Verfügbarkeit: Zur Zeit nur als Download verfügbar

 
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