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Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 14-15/2012)

Vollbeschäftigung?

Mitten in Krisenzeiten hält das deutsche "Jobwunder" an, Vollbeschäftigung wie in den 1960er Jahren scheint vielen wieder möglich. Ist das Vollbeschäftigungsziel unter veränderten wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen realistisch oder eine Illusion, ja ein Mythos?

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Inhalt

Das deutsche "Jobwunder" mitten in Krisenzeiten lässt Vollbeschäftigung wie zu Zeiten des Wirtschaftswunders der 1960er Jahre wieder als realistisches Ziel erscheinen. Doch oft wird übersehen, dass hinter dem Beschäftigungswunder von damals eine historische Sondersituation, geprägt vom Wiederaufbauboom der Nachkriegszeit und der weitgehenden Exklusion von Frauen aus dem Arbeitsmarkt, stand. Zudem beruht das heutige "Jobwunder" erheblich auf der Ausweitung von im Vergleich zum sogenannten Normalarbeitsverhältnis atypischen, bisweilen prekären Beschäftigungsformen.

Dennoch halten viele am Ziel der Vollbeschäftigung, zumal in Wahlkampfzeiten, fest: Ein hoher Beschäftigungsstand kann für wirtschaftliche Nachfrage und Wachstum sorgen und den Beschäftigten finanzielle Ressourcen, gesellschaftliche Anerkennung und Teilhabe an sozialen Sicherungssystemen ermöglichen.



Herausgeber: bpb, Seiten: 64, Erscheinungsdatum: 02.04.2012, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 7214

 

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