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Entwicklung durch Migration

Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 27/2005)

Entwicklung durch Migration

Kluge Migrationspolitik kann wirkungsvoller sein als traditionelle Entwicklungspolitik. Auf dieser Erkenntnis basiert die Forderung nach einer Verknüpfung beider Politikfelder.

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    Migration wird in der Öffentlichkeit häufig mit Einwanderung gleichgesetzt, positive Aspekte werden kaum wahrgenommen, ein möglicher ökonomischer Nutzen nahezu gänzlich aus der Diskussion ausgeklammert. Dass Migration zu einer Entwicklung (nicht nur) in den Herkunftsländern der Einwanderer führen kann, wird bislang kaum in Erwägung gezogen. Dabei gibt es interessante Beispiele, die belegen, dass kluge Migrationspolitik wirkungsvoller sein kann als traditionelle Entwicklungspolitik. Die Forderung nach einer Verknüpfung beider Politikfelder scheint vor diesem Hintergrund konsequent.

    Die USA profitieren von ihrer relativ offenen Migrationspolitik, Länder wie Indien, China, Taiwan und Vietnam von der späteren Rückwanderung der Migrantinnen und Migranten. So basierte etwa die erfolgreiche Entwicklung der IT-Branche in Kalifornien zum großen Teil auf der Einwanderung von Fachkräften aus Indien. Rückwanderung hat dort später eine große Dynamik dieses Sektors mit weltweiter Ausstrahlung bewirkt. Auch Deutschland hat die Erfahrung gemacht, dass mit Migration Vorteile verbunden sind: für das Aufnahme- wie für das Entsendeland.



    Seiten: 32, Erscheinungsdatum: 04.07.2005, Erscheinungsort: Bonn

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