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Ländlicher Raum

Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 37/2006)

Ländlicher Raum

Dünne Besiedlung, Überalterung der Bevölkerung, eine schlechte Infrastruktur: Viele ländliche Räume koppeln sich zunehmend räumlich und sozial ab. Wie kann man solche Regionen als lebenswert für Ansässige erhalten? Und wie ihre Attraktivität für Neuansiedler steigern?

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    Die Wölfe sind wieder da. In einigen ländlichen Gebieten vor allem Ostdeutschlands soll es inzwischen 60 Exemplare von canus lupus geben. Wölfe sind menschenscheue Tiere; die Regionen, in denen sie gesichtet wurden, sind durch eine stetig abnehmende Bevölkerungsdichte gekennzeichnet. Insbesondere junge Menschen gehen weg, weil sie in den wirtschaftlich abgekoppelten Regionen für sich und ihre Kinder keine Zukunftschancen mehr sehen. Wissenschaftler sprechen von der Peripherisierung ländlicher Räume.

    Dabei gibt es diese dünn besiedelten Räume nicht nur in Mecklenburg-Vorpommern oder in Brandenburg, sondern überall auf der Welt: Die spanische Provinz Teruel etwa zählt zu den am dünnsten besiedelten Gebieten Europas. Dass die dort gelegenen Gemeinden heute wieder wachsen, ist auf eine eher unpopuläre Entscheidung des Bürgermeisters des Dorfes Aguaviva zurückzuführen: die gezielte Ansiedelung von Immigranten mit kleinen Kindern. 200 Dörfer sind diesem Beispiel gefolgt.



    Seiten: 40, Erscheinungsdatum: 11.09.2006, Erscheinungsort: Bonn

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